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Syrien-Konflikt: Iranische Kriegsschiffe in Syrien eingetroffen

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Iranische Kriegsschiffe in Syrien eingetroffen

20.02.2012, 16:07 Uhr

Ein iranisches Kriegsschiff durchquert den Suez-Kanal auf dem Weg nach Syrien (Quelle: dpa)

Ein iranisches Kriegsschiff durchquert den Suez-Kanal auf dem Weg nach Syrien (Quelle: dpa)

Zwei ins Mittelmeer entsandte iranische Kriegsschiffe sind nach Medienangaben in Syrien eingetroffen. Wie der iranische Nachrichtensender Irinn berichtete, liefen der Zerstörer "Naghdi" und der Versorger "Charg" in den syrischen Hafen Tartus ein. Ziel des Besuchs sei Hilfe bei der Ausbildung der syrischen Marine. Worum es dabei gehen soll, blieb offen. Der Sender verwies lediglich auf ein bestehendes Abkommen über militärische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern.

Die Kriegsschiffe waren am Samstag durch den Suez-Kanal ins Mittelmeer gefahren. Laut der iranischen Marine soll das Manöver den Ländern der Region "die Stärke" des Iran verdeutlichen, der international wegen seines Atomprogramms unter Druck steht. Teheran ist in der Region der letzte verbliebene Verbündete von Syriens Präsident Baschar al-Assad, der seit Monaten mit massiver Gewalt gegen die Opposition vorgeht.

Israel beobachtet die Schiffe

Es ist erst das zweite Mal seit Gründung der Islamischen Republik Iran im Jahr 1979, dass Teheran Marineschiffe ins Mittelmeer entsendet. Im Februar vergangenen Jahres hatte die erste derartige Mission der "Charg" und der Fregatte "Alwand" weltweit für Aufsehen gesorgt. Israel hatte damals seine Marine in Alarmbereitschaft versetzt, die Schiffe waren dann in den syrischen Hafen von Latakia eingelaufen.

Dieses Mal erklärte eine Sprecherin des israelischen Außenministeriums lediglich, die Schiffe würden genau beobachtet und dürften sich nicht Israels Küste nähern. Israel hat Teheran mehrfach mit Angriffen wegen des iranischen Atomprogramms gedroht. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Teheran weist dies zurück.

Foto-Serie: Gewalt in Syrien
6 Bilder von 17

Opposition will Frauen und Kinder in Sicherheit bringen

Derweil will die syrische Oppositionsbewegung alle Frauen und Kinder aus einem von der Armee seit zwei Wochen beschossenen Stadtteil in der Protesthochburg Homs in Sicherheit bringen. Es müsse der Protestbewegung erlaubt werden, Frauen und Kinder aus Baba Amr zu bringen, sagte der Aktivist Hadi Abdallah. "Die Bewohner leben in der Kälte und unter unhaltbaren Zuständen, sie warten auf den Tod."

Die syrischen Sicherheitskräfte attackieren seit dem 4. Februar Homs, um die Protestbewegung zu ersticken. Besonders betroffen davon ist der Stadtteil Baba Amr. Am Sonntag hatte Abdallah gesagt, es seien weitere Armeeeinheiten nach Homs entsandt worden. Damit werde womöglich eine Erstürmung Baba Amrs oder anderer von den Rebellen gehaltener Stadtteile vorbereitet.

Proteste erreichen die Hauptstadt

Allmählich erreichen die Proteste auch die Hauptstadt Damaskus. Nach Angaben von Aktivisten nahmen Angehörige der Sicherheitskräfte am Montag in einer Handelsschule im Stadtteil Baramke mehrere Schüler fest.

Ein Regimegegner in Damaskus sagte, in der Hauptstadt seien vor Regierungsgebäuden zahlreiche Soldaten postiert worden. In den Vierteln Messe und Kafr Susa seien Straßensperren errichtet worden. Vermummte Aktivisten hingen die "Fahne der Unabhängigkeit" auf. Aufgrund der Behinderung der Arbeit von Journalisten in Syrien lassen sich derartige Angaben meist nur indirekt überprüfen.


Quelle: AFP , dpa

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Kommentare (17)

zum Forum

Thema: "Syrien-Konflikt: Iranische Kriegsschiffe in Syrien eingetroffen"

max 100 schrieb: am 20. Februar 2012 um 19:18:07
(29) (14) JoMei
Ich habe damit die inhaltlich gleiche Meinungspolitik zu den Ereignissen in Syrien, wie sie u.a. von ARD und ZDF dargestellt werden
hier benannt . Selbst der deutschsprachige Sender 3-SAT , aber auch ARTE bietet bisher unterschiedliche Kommentare zum Thema.
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JoMei schrieb: am 20. Februar 2012 um 18:59:58
(60) (19) max100
Stellen Sie die Berichterstattung in Frage oder worauf wollen Sie hinaus? Für uns hier in Deutschland gibt es kaum andere Quellen. Wo
sind denn die "original" Berichte aus syrischen Zeitungen in deutscher Übersetzung? Bei uns würde auch jede Berichtsterstattung aus solchen Quellen zum Zuge kommen. Man kann ja ersnthaft kaum Sprachkenntnisse in arabisch bei uns erwarten. Einseitige Meinungsmache oder Naivität kann man uns Deutschen wohl kaum unterstellen.
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max 100 schrieb: am 20. Februar 2012 um 18:46:36
(66) (20) Geschäftemacher
Was doch die ARD, das ZDF und andere Medien in ihren "informierten" Volks-Nachrichten so alles verbreiten kann
man z.B. hier bei vielen Zuschriften zum Thema "Syrien" nachlesen. Was man wohl schreibt, wenn Aufständische z.B. in Deutschland Städte angreifen um einen anderen Staat zu errichten? Wurde ausser Geschäftemacherei, in Staaten Nordafrikas bisher etwas demokratisiert ? Nein ! Strategisch wäre die Besetzung Syriens durch die USA u. Israel der Schritt zum Iran !
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