
10.02.2012, 21:57 Uhr
Bombenanschläge erschüttern Aleppo Die heftigen Explosionen in der nordsyrischen Stadt fordern mehr als 20 Menschenleben.
Die Gewalt in Syrien hat die Metropole Aleppo im Norden des Landes erreicht. Nach Behörden-Angaben sprengten sich zwei Selbstmordattentäter mit ihren Autos in die Luft und rissen mindestens 28 Menschen in den Tod. In der Stadt Homs rückte das Regime derweil mit Bodentruppen vor.
Unterstützt von Panzern marschierten die Soldaten im Stadtteil Inschaat ein. Die Organisation Syrisches Observatorium für Menschenrechte erklärte, die Soldaten gingen von Haus zu Haus und nähmen Menschen fest. "Sie strafen die Bewohner", sagte der Leiter der Organisation, Rami Abdul-Rahman. Inschaat liegt in der Nähe von Baba Amr, einem Stadtteil, der seit Monaten unter Kontrolle der Regimegegner steht.
Der Aktivist Mohammed Saleh erklärte, das Regime wolle offenbar Homs und die Provinz Idlib vor dem 17. Februar vollständig unter Kontrolle bringen. Dann versammelt sich die regierende Baath-Partei zu ihrem ersten Parteitag seit 2006. Es wird erwartet, dass die Partei die von Staatschef Baschar al-Assad angekündigten Reformen auf den Weg bringt. Außerdem wird wohl verkündet, dass künftig andere politische Parteien eine größere Rolle in Syrien spielen sollen.
Nach Angaben des Staatsfernsehens wurden bei den Explosionen in Aleppo mehr als 200 Menschen verletzt. Schauplatz der Detonationen waren demnach Gebäude des Militärgeheimdienstes und der Polizei. Es waren die ersten derartigen Anschläge in der größten syrischen Stadt, in der es seit Beginn der Proteste im März relativ ruhig blieb. Aleppo liegt in der Nähe der Grenze zur Türkei und ist eine Wirtschaftsmetropole.
Auf Fernsehbildern waren zersplitterte Fensterscheiben und Trümmer in den Straßen zu sehen. Ein Korrespondent des Staatsfernsehens zeigte unter Tränen Bilder von mindestens fünf Leichen, die in Säcken und unter Decken am Straßenrand lagen. Rettungswagen oder Polizeifahrzeuge waren auf den Bildern nicht zu sehen und auch keine Verwundeten. Der Moderator erklärte, ganz in der Nähe hätten Kinder in einem Park gespielt. Mehrere seien unter den Todesopfern.
Syrisches Vorgehen gegen Oppositionelle in Deutschland wird nicht hingenommen. zum Video
Ein Aktivist aus Aleppo, Mohammed Abu Nasr, machte das Regime des syrischen Präsidenten Baschar Assad für die Explosionen verantwortlich. Die Opposition verübe keine Anschläge in Wohngebieten, erklärte er. In der Stadt waren für den Nachmittag Proteste geplant, die nach Angaben von Nasr trotz der Explosionen stattfinden sollten. Bisher konnten die Regimegegner in Aleppo kaum Unterstützung mobilisieren.
Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich zutiefst betroffen über die Lage in Syrien. "Die Bilder und Berichte wühlen mich genauso auf wie wahrscheinlich die meisten Bürger", sagte Merkel der "Passauer Neue Presse". Um das Blutvergießen in Syrien zu stoppen, macht sich Merkel gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy für die Gründung einer Kontaktgruppe stark. Damit sollen die Bemühungen um eine rasche Lösung des Konflikts verstärkt werden.
Das "abscheuliche Blutvergießen" in Syrien müsse beendet werden, sagte auch US-Präsident Barack Obama nach einem Treffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti in Washington. Die USA und Italien seien sich einig, die jetzige Regierung in Damaskus, die "ihr Volk angreift", müsse ersetzt werden.
Russische Abgeordnete bekundeten dagegen ihre Unterstützung für das Moskauer Veto gegen eine Syrien-Resolution der UN. Im Unterhaus berieten die Abgeordneten über eine Erklärung zur Lage in Syrien, in der vehement vor einer militärischen Intervention des Auslands dort gewarnt wurde. In der Erklärung wurde dem Westen und arabischen Staaten vorgeworfen, einen Regimewechsel in Syrien herbeiführen zu wollen.
Der stellvertretende Außenminister Sergej Riabkow erklärte, Moskau werde jeden Versuch des Westens vereiteln, Assad mit Hilfe der Vereinten Nationen zu stürzen. Russland und China hatten die UN-Resolution zu Syrien am vergangenen Wochenende mit ihrem Veto verhindert.
Sie hat vorgeschlagen, die Arbeit in einer gemeinsamen Mission mit den Vereinten Nationen wieder aufzunehmen. zum Video
Quelle: dapd , dpa
idee ologe schrieb:
am 10. Februar 2012 um 17:37:08
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krieg
krieg ist die durchsetzung der politik mit militärischen mitteln
disen satz sollte man sich auf der zunge zergehen lassen
und dann mal
sehen , welhe politik hier wohl gemeint ist
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Otto.Norm schrieb:
am 10. Februar 2012 um 17:07:47
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@Kassandra
Da gibt es wohl nur den Grund einen Aufreißer zu haben und die Dummen zu indoktrinieren. Angesichts der massiven beiderseitigen
Gewalt, hält der intelligente Mensch es für geraten, nicht vorschnell zu urteilen. Der friedliche Mensch will keine deuzschen Soldaten Sterben sehen, der gute Mensch hat Angst davor, dass Menschen getötet werden. Nur der Gutmensch fährt darauf ab. Natürlich warm und trocken am PC, die Füßchen in warmen Socken und grünen Tee auf dem Beistelltisch.
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claus 002 schrieb:
am 10. Februar 2012 um 17:01:59
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seid dankbar
wir sollten dankbar sein hier in diesem land leben zu dürfen, ich wünschte das alle Menschen auf dieser Welt Frieden hätten.
Auch wenn ich manchmal über die Politiker in diesem Land schimpfe, das meine ich aber nicht so, ich bin dankbar dafür hier zu sein, ich hoffe das auch in Syrien und auf der ganzen Welt frieden herrscht
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