
11.01.2012, 15:02 Uhr
Bei einem Auftritt in Damaskus schiebt Syriens Präsident Assad die Unruhen ausländischen "Verschwörern" in die Schuhe (Quelle: AP)
Ein Mitglied der arabischen Beobachtermission in Syrien hat der Staatsführung schwere Verbrechen gegen das eigene Volk vorgeworfen und seinen Rücktritt eingereicht. Der Algerier Anwar Malik beschuldigte die syrische Regierung in einem Interview mit dem katarischen Fernsehsender Al-Dschasira, die Beobachter der Arabischen Liga getäuscht und die ihnen gezeigten Dinge "inszeniert" zu haben. "Die Mission ist eine Farce, die Beobachter sind zum Narren gehalten worden."
Die Regierung von Staatschef Baschar al-Assad verübe "nicht nur ein Kriegsverbrechen, sondern eine ganze Reihe von Verbrechen gegen das Volk". Sie habe sich bisher an keinen Punkt des Plans der Arabischen Liga gehalten. Anders als zugesagt, würden die Panzer nicht von den Straßen abgezogen, sondern lediglich versteckt und nach dem Weggang der Beobachter wieder in Stellung gebracht.
"Die Gefangenen werden gefoltert, niemand wurde freigelassen", fügte Malik hinzu. Stattdessen seien Menschen auf der Straße festgenommen und den Beobachtern als freigelassene Gefangene vorgeführt worden. Die syrische Regierung habe überdies "Spione und Mitglieder der Geheimdienste" als Fahrer und Begleiter der Beobachter engagiert. "Sobald wir einen Bezirk verließen, wurden die Leute dort angegriffen." Besonders katastrophal sei die Lage in Homs, einer Hochburg des Aufstandes gegen Assad.
Die Arabische Liga hatte der syrischen Führung am Dienstag vorgeworfen, ihre Beobachter nicht genügend zu schützen. Der Generalsekretär der Liga, Nabil al-Arabi, erklärte, mehrere Mitglieder der Beobachtermission seien verletzt worden.
Machthaber Assad ist unterdessen kurz und unangekündigt auf einer Kundgebung von Anhängern seines Regimes aufgetaucht. Den Tausenden von Demonstranten rief er auf dem Ummayaden-Platz in Damaskus zu, der Sieg der Syrer über die ausländischen "Verschwörer" stehe bald bevor. Das berichteten arabische Fernsehsender, die Live-Bilder von dem Platz zeigten, auf dem die Menschen syrische Fahnen und Bilder von Assad schwenkten. Einige von ihnen schwenkten auch Fahnen der pro-iranischen libanesischen Hisbollah-Miliz.
Es war für den Präsidenten der erste Auftritt dieser Art seit Beginn des Aufstandes von Regimegegnern im vergangenen März. Assad hatte am Vortag in einer Ansprache erklärt, er denke nicht an Rücktritt. Das Volk stehe hinter ihm.
Die Gewalt hält trotz der Anwesenheit der internationalen Beobachter nach Angaben von Aktivisten unvermindert an. Soldaten und mutmaßliche Deserteuren liefern sich in der Unruheprovinz Homs heftige Gefechte, wie das in Großbritannien ansässige Observatorium für Menschenrechte mitteilte. Berichte über Todesopfer lagen zunächst nicht vor.
Seit der Ankunft der internationalen Beobachter in Syrien vor zehn Tagen wurden in dem Land einer UN-Schätzung zufolge 400 weitere Menschen getötet worden. Einen entsprechenden Bericht legte der UN-Untergeneralsekretär für politische Angelegenheiten, B. Lynn Pascoe, dem Weltsicherheitsrat vor, wie aus Diplomatenkreisen in New York verlautete.
Die amerikanische UN-Botschafterin Susan Rice sagte, die Zahl der Toten sei mit etwa 40 pro Tag noch höher als vor der Ankunft der Beobachter der Arabischen Liga. Dies sei ein klarer Hinweis darauf, dass die syrische Regierung die Gewalt weiter verschärfe, statt sie wie versprochen zu beenden.
Quelle: dapd , dpa , AFP
Rose schrieb:
am 11. Januar 2012 um 21:04:36
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@Heiko
Ich glaube an den Weihnachtsmann und das
macht glücklich ! WAs habe ich davon ,nseren demokratisch, gewählten Politikern
Verlogenheit zu unterstellen ? Die handeln alle nach bestenten Gewissen zum Wohle der Völker!
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Klausius-@Leni Volkmann schrieb:
am 11. Januar 2012 um 20:47:52
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(1)
Syrien.Beobachter d,arab.Liga gibt auf
Sie haben ein fundiertes Halbwissen.Die Golanhöhen wurden von Israel nach schweren Kämpfen besetzt
nachdem Syrien in den 60iger Jahren zusammen mit allen angrenzenden arab.Staaten den freien Staat Israel hinterrücks überfallen hat.Aus strategischen Gründen hat Israel damals die Golanhöhen als Faustpfand besetzt.Sie wollten diese erst zurückgeben wenn es einen Friedensvertrag zwischen beiden Ländern geben würde.Das lehnte Syrien bisher ab.Ansonsten bin ich ihrer Meinung.
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Klausius schrieb:
am 11. Januar 2012 um 20:35:24
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Syrien:Beobachter der ar.Liga gibt auf
Unser Medien in Europa haben ihre Neue Spitzen-News.Wochenlang können sie über einen
"Freiheitskampf"(für mich sind das Terroristen)berichten.Sie lügen u. betrügen,sie veröffentlichen nur die Wahrheit der Terroristen u.Desserteure welche wahllos in die Menge ballern u.dieses dann als Morde des ach ja so bösen Assad verkaufen.Wir ziehen uns daran hoch u.glauben diesen Mist.Die Medienvertreter treiben diese Länder in den Islamismus in die Scharia.Was ist besser auspeitschen od.Hände abhack
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