29.11.2010, 13:45 Uhr
Die US-Navy führt im Gelben Meer ein Manöver mit Südkorea durch - das ärgert die Führung in Pjöngjang (Foto: dpa)
Nach Nordkoreas Artillerieangriff auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong hat Südkoreas Staatschef Lee Myung Bak dem kommunistischen Nachbarland erneut mit Konsequenzen gedroht. "Ich kann es nicht verhindern, meine Wut über die Brutalität des Regimes des Nordens auszudrücken", sagte Lee in einer Fernsehansprache.
Er werde sicherstellen, "dass der Norden den Preis für jede seiner Provokationen bezahlen wird". Der Granatenangriff auf Yeonpyeong sei eine Provokation Pjöngjangs, die die vorherigen übersteige. "Einen militärischen Angriff gegen Zivilisten zu verüben, ist ein unmenschliches Verbrechen, das selbst in Zeiten des Krieges verboten ist", sagte Lee. Er fühle sich persönlich dafür verantwortlich, dass er "das Leben und Eigentum meines Volkes" nicht habe schützen können.
Die Entscheidung, die Insel Yeonpyeong zum Sperrgebiet für Zivilisten zu erklärten, sei auf Anforderung der Streitkräfte getroffen worden, teilten die Behörden mit. Yeonpyeong liegt nur etwa elf Kilometer von Nordkorea entfernt.
Die Südkoreaner wüssten nun, "dass jede Toleranz und jede zusätzliche Geduld (gegenüber Pjöngjang) nur zu noch stärkeren Provokationen führt", sagte Lee. Zugleich äußerte er die Einschätzung, dass Nordkorea wohl kaum sein Atomprogramm aufgeben werde. Zu dem Vorschlag Chinas, Anfang Dezember eine Dringlichkeitssitzung der sechs Staaten abzuhalten, die normalerweise an den Verhandlungen zum nordkoreanischen Atomprogramm teilnehmen, äußerte sich der südkoreanische Präsident in seiner Ansprache nicht.
Am Dienstag hatte Nordkorea Yeonpyeong überraschend mit dutzenden Granaten beschossen, zwei Soldaten und zwei Zivilisten wurden dabei getötet. Südkoreas Marinechef Yoo Nak Joon sagte am Samstag, Nordkorea werde "hundert- und tausendfach" für die Aggression bezahlen. Die zunächst zurückhaltende Reaktion der Regierung in Seoul auf den Granatenangriff war in der Bevölkerung auf Kritik gestoßen.
Seit Sonntag hält die südkoreanische Marina mit den Amerikanern ein Militärmanöver im Gelben Meer ab. Pjöngjang drohte mit "gnadenlosen Gegenschlägen", sollten die nordkoreanischen Seegrenzen verletzt werden. Das Manöver sei ein Vorwand, um "einen Krieg um jeden Preis zu entfachen", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA aus Kreisen des nordkoreanischen Friedenskomitees. Wenige Stunden nach Beginn der Übung wurde Artilleriefeuer aus Nordkorea vernommen. Es war bereits das zweite innerhalb von drei Tagen.
Quelle: dapd , AFP
Olli schrieb:
am 29. November 2010 um 20:39:15
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Norkoreakrise
Ein kommunistisches Land wie Nordkorea ist vom System her menschenfeindlich, gottlos und mit terroristischen Staaten
vergleichbar. Das Regime sollte daher kurzfristig gestürzt werden. Das Land benötigt dafür dringend Hilfe aus dem Ausland. Von selbst wird sich das Volk nur mit großen Verlusten erheben können. Trotzdem, langfristig wird es ein dauerhafter Frieden nur nach dem Fall der kommunistischen Diktatur geben.
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Alfred schrieb:
am 29. November 2010 um 19:05:44
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Pufferstaaten
Es ist ganz klar zu sehen daß beide Korea Pufferstaaten zwischen der westlich und der östlichen Welt sind. Die Chinesen
fürchten daß die USA ihnen zu nahe kommen ebenso wie es umgekehrt der Fall ist. Deutschland war vor dem Fall des Kommunismus das Gleiche zwischen Ost und West. In Korea ist keine der Mächte China und USA an einem Krieg interessiert. Deswegen werden diese Mächte einen Krieg verhindern. Alles viel Geschrei um nichts.
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Atze schrieb:
am 29. November 2010 um 18:59:12
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Frieden
Es soll nicht wieder einen Krieg zwischen Nord und Süd Korea stattfinden!
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