28.07.2011, 17:22 Uhr
Vor der Küste Südkoreas ist ein Frachtjumbo der südkoreanischen Gesellschaft Asiana Airlines mit zwei Besatzungsmitgliedern ins Meer gestürzt. Nach Angaben des Transportministeriums in Seoul hatten die Piloten kurz vor dem Absturz Feuer im Frachtraum gemeldet. Der Cargobereich war unter anderem mit Chemikalien beladen. Über die Unglücksursache könne aber erst etwas gesagt werden, wenn der Flugdatenschreiber gefunden werde, hieß es.
Einige Wrackteile der Maschine, darunter ein Pilotensitz, wurden rund 100 Kilometer westlich der Insel Cheju aus dem Wasser gezogen. Das teilte die koreanische Küstenwache mit. Die Leichen des Piloten und des Kopiloten wurden noch nicht gefunden.
Der Pilot hatte den Angaben zufolge rund eine Stunde nach dem Abflug vom Internationalen Flughafen Incheon vor der Westküste des Landes technische Probleme gemeldet. Kurz danach verschwand das Flugzeug vom Typ Boeing 747-400F vom Radar.
Ein Sprecher von Asiana Airlines sagte, der Pilot habe über dem Meer zum Flughafen in Cheju umkehren wollen. Ob der Absturz mit den Chemikalien an Bord zusammenhänge oder ein mechanisches Problem die Ursache gewesen sei, werde noch untersucht. Das Flugzeug war auf dem Weg nach Shanghai.
Es ist der schlimmste Unfall eines Flugzeugs der Asiana Airlines seit 1993, als eine Passagiermaschine gegen einen Berg im Südwesten Südkoreas geprallt war. 68 Menschen waren damals ums Leben gekommen.
Quelle: dpa
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