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Stuttgart 21: Polizei räumt Protestcamp von "S21"-Gegnern

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Polizei räumt Stuttgarter Protestcamp

15.02.2012, 08:00 Uhr

Einsatzkräfte durchbrechen die Barrikaden der Demonstranten, und nehmen einen 38-Jährigen fest.

Polizisten haben in Stuttgart das Protestcamp gegen das Bahnprojekt "Stuttgart 21" weitgehend geräumt. Gegen 6.45 Uhr am Mittwochmorgen durchbrachen die Einsatzkräfte die gut einen Meter hohe Barrikade unter anderem aus Paletten und Müll. Zugleich holte die Polizei mehrere Demonstranten mit Hebebühnen von Bäumen herunter. Ein 38-Jähriger wurde festgenommen, weil in der Nähe von Beamten Pyrotechnik abgebrannt habe, teilte die Polizei mit.

Der Einsatz der Beamten sei "im Großen und Ganzen sehr friedlich" verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Die Aktivisten warfen der Polizei dagegen vor, "aggressiv und provozierend" aufzutreten. Die Beamten hätten direkt beim Betreten des Schlossgartens "grundlos" Schlagstöcke eingesetzt und Umstehende geschubst, kritisierten die sogenannten Parkschützer.

Die Bahn will auf dem Geländer in den kommenden Tagen 108 Bäume fällen und 68 weitere versetzen lassen, damit der Trog für den heftig umstrittenen Tiefbahnhof ausgehoben werden kann. In dem Park standen bislang rund 100 Zelte, in denen seit Monaten etwa 40 Menschen lebten.

Hunderte Demonstranten, 2500 Polizisten

Begleitet von überwiegend friedlichen Protesten war die Polizei am frühen Mittwochmorgen in den Stuttgarter Schlossgarten eingerückt, um das Protestlager zu räumen. Mehrere Hundertschaften marschierten auf und begannen, den Park mit Absperrgittern abzusichern, indem Hunderte Demonstranten campierten.

Die Polizei war in der ersten Schicht mit rund 2500 Beamten im Einsatz. Behelmte Hundertschaften drangen in den Park ein. Die Beamten waren mit Bussen von mehreren Stellen der Stadt zum Einsatzort am Schlossgarten gefahren worden. Bei ihrem Eintreffen wurden sie von den Demonstranten mit Trillerpfeifen und Trommeln empfangen. Viele der "Stuttgart 21"-Gegner hatten schon Stunden im Park ausgeharrt, um die Fällung der Bäume im letzten Moment noch zu verhindern.

Foto-Serie: S21 - So soll der Bahnhof aussehen
6 Bilder von 11

"Vereinzelter Schlagstockeinsatz"

Polizeisprecher Olaf Petersen sagte, es habe lediglich beim Eindringen in den Schlosspark lediglich einen "vereinzelten Schlagstockeinsatz" gegeben, als Demonstranten versuchten, eine Barrikade zu errichten.

Die Demonstranten wurden über Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, das Gelände über drei beleuchtete Ausgänge zu verlassen. Viele nahmen das Angebot wahr. Andere wärmten sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt an Feuern oder mit Rettungsdecken.

Aktivisten besetzen mehrere Bäume

An den zur Fällung vorgesehenen Bäumen standen Grablichter. Einzelne Demonstranten sollen sich angekettet haben. Andere "Stuttgart 21"-Gegner bereiteten sich auch auf Sitzblockaden vor.

Die Stadt Stuttgart hatte in Vorbereitung des Polizeieinsatzes ein Aufenthalts- und Betreteverbot verhängt. Im Laufe des Tages sollte mit der Räumung des Schlossgartens und der Fällung der ersten Bäume begonnen werden. Die Polizei ging davon aus, dass rund ein Dutzend Bäume von Baumschützern besetzt wurden. Diese sollten von Spezialeinsatzkommandos aus den Bäumen geholt werden.


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Quelle: AFP , dpa , dapd

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Kommentare (289)

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Thema: "Stuttgart 21: Polizei räumt Protestcamp von "S21"-Gegnern"

fz schrieb: am 15. Februar 2012 um 15:11:10
(2) (0) S 21
das schönste an dem gesamten Schlamassel ist: Die GRÜNEN müssen den Bahnhof bauen lassen, die GRÜNEN müssen die Bäume fällen
lassen, die GRÜNEN müssen die Parkschützer aus dem Schloßpark verjagen. Und das Beste ist, die ganzen Wahlversprechen (kein Bahnhof unter GRÜN ) Rücktritt bei Volksabstimmung pro S 21 (Hermann) u.s.w. Da haben sich die GRÜNEN eine schöne scharfe Suppe eingelöffelt. Viel Spaß beim auslöffeln. Hoffentlich müssen sie noch viele Niederlagen bis zur n. Wahl hinnehmen.
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yogi S21 schrieb: am 15. Februar 2012 um 14:57:22
(3) (0) Protestler
Die Bad. Wttbger haben letztes Frühjahr eine neue Regierung gewählt. Jedes Land wählt die Regierung, die sie verdient. Wir
haben einen Kommunisten im grünem Mäntelchen bekommen, der sich mit einem Sozialisten mit roter Unterhose als Juniorpartner anbiedert. Diese haben einen Lügner als Verkehrsminister ins Amt gesetzt, weil er öffentlich behauptete, er würde zurüchtreten, wenn S21 gebaut wird. Warum wundern wir uns? Kommunisten und Sozialisten regieren auf der ganzen Welt selbstherrlich
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Das ist doch klar ! schrieb: am 15. Februar 2012 um 14:43:29
(4) (0) @eifelbub 9:52:07
Die grünen Regionalfürsten haben es längst verstanden,dass man sich aus dem Staub machen muß, wenn kein Blumentopf zu
holen ist. Von der Betroffenheitsbeauftragten der Grünen hört man seit ihrem Spezialauftritt auf dem Parteitag nur noch wenig. Der H.Palmer hat eingelenkt, man könnte vielleicht in Stuttgart als OB landen.Da muß man erstmal neutral bleiben um das Lenkerchen dann noch zum richtigen Zeitpunkt in den Wind zu drehen.So sind se halt.
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