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Stuttgart 21: Polizei räumt Blockaden vor Baustelle

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Polizei räumt Blockaden vor Stuttgart-21-Baustelle

16.01.2012, 12:53 Uhr

Mit einem Großeinsatz leitet die Polizei den Abriss des Südflügels am Stuttgarter Hauptbahnhof ein.

Ohne größere Zwischenfälle haben fast 2000 Polizisten am frühen Freitagmorgen den Weg frei geräumt für den nächsten Bauabschnitt des Bahnprojekts "Stuttgart 21". Mehrere hundert Demonstranten protestierten friedlich gegen den geplanten Abriss des Südflügels am Stuttgarter Hauptbahnhof. Die Polizei löste Sitzblockaden und Barrikaden auf und sperrte das Gelände mit Gittern ab.

Zwei Projektgegner wurden wegen Besitzes von Pfefferspray und einer Beleidigung festgenommen. Gegnerinitiativen sahen keinen Anlass für Kritik.

Rund 600 Demonstranten hatten sich nach Polizeiangaben gegen 1 Uhr vor dem Südflügel versammelt, die Initiative "Parkschützer" sprach von knapp 1000 Teilnehmern. Mit Trompeten spielten einige die deutsche Nationalhymne. Andere riefen: "Oben bleiben!", "Schämt euch!" und "Kretschmann weg!". Von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatten sich die S-21-Gegner auch nach der Ende November verlorenen Volksabstimmung mehr Engagement gegen das Milliardenprojekt erwartet.

Zwei Demonstrantinnen werden freigeschnitten

Gegen 7.30 Uhr waren die Sitzblockaden weitgehend beendet. Zwei Demonstrantinnen hatten sich mit Fahrradschlössern an ein Fenstergitter des Südflügels gekettet. Die Polizei begann damit, die beiden Frauen mit Flexgeräten freizuschneiden. Stuttgarts Polizeipräsident Thomas Züfle zeigte sich zufrieden mit dem Einsatz. Die Bahn und die "Parkschützer" äußerten sich ähnlich.

Die Polizei hatte sich sehr bemüht, eine Eskalation wie bei den Baumfällarbeiten am 30. September 2010 zu vermeiden. Damals hatte sie Wasserwerfer und Pfefferspray eingesetzt; mehr als 100 Menschen wurden verletzt. Seitdem ist von einem "Schwarzen Donnerstag" die Rede. Die neue grün-rote Landesregierung wollte Bilder von blutenden und weinenden Demonstranten wie unter der damaligen schwarz-gelben Koalition unbedingt vermeiden.

Foto-Serie: S21 - So soll der Bahnhof aussehen
6 Bilder von 11

Gegner: Abriss des Südflügels derzeit nicht nötig

In den kommenden Tagen und Wochen soll der Südflügel zunächst von innen entkernt und dann abgerissen werden. Der Nordflügel war bereits im August 2010 abgetragen worden. Die Projektgegner kritisierten, der Abriss des Südflügels sei für den Ablauf des S21-Weiterbaus derzeit nicht nötig. Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 forderte die sofortige Aussetzung der Bauarbeiten am Südflügel.


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Quelle: dpa , dapd

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Kommentare (60)

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Thema: "Stuttgart 21: Polizei räumt Blockaden vor Baustelle"

es grünt so grün schrieb: am 13. Januar 2012 um 17:30:03
(7) (0) S21
Frau Claudia Roth,Herr Tritihn, Herr Kretschmar und all ihr anderen Grünen: wie heißt es bei Schiller: " die Geister, die ich
rief..." werdet Ihr nun nicht mehr los. Die Grünen sind eine Minderheit, die die Entscheidung der Mehrheit nicht akzeptieren. Anstatt an Frau Merkel rum zu mäkeln, sprechen Sie Frau Claudia Roth erst mal ein Machtwort in Ihren eigenen Reihen!
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Normalbürger schrieb: am 13. Januar 2012 um 16:34:27
(7) (0) Ziviler Ungehorsam
Mahatma Gandhi hat den zivilen Ungehorsam erfunden. Er hat dieser Widerstand aber nicht eigesetzt um sich gegen die
Mehrheit der Bürger zu behaupten. Außerdem hat er die Folgen seiner Handlungen auch selber ertragen und keine Volksverhetzung betrieben. Auch hat er es stehts vermieden Andersdenkende zu beleidigen und zu bedrohen.
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hegau schrieb: am 13. Januar 2012 um 16:19:37
(7) (3) S21
Irgendwie muß sich das Arbeitslose gesindel die Zeit vertreiben!!!!!

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