10.02.2011, 14:12 Uhr
In Einkaufszentren werden viele Bereiche videoüberwacht - zuviele? (Foto: dpa)
Die Videoüberwachung in Einkaufszentren ist ins Visier der Datenschützer geraten. Konkret streiten sich die Datenschutzbehörden mehrerer Bundesländer mit der Hamburger Firma ECE, die mehrere Dutzend Einkaufszentren in Deutschland betreibt. In deren Einkaufszentren würden Bereiche gefilmt, in denen dies weder erlaubt noch notwendig sei, sagte der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar dem Sender NDR Info.
Wie der Sender berichtete, hängen Kameras unter anderem in Eingängen zu Toiletten und Umkleideräumen der Mitarbeiter. Auch Aufnahmen von Eingängen ins Einkaufszentrum, von den Rolltreppen oder von den Gängen, wo Besucher in Cafés sitzen, seien aus Datenschutzgründen bemängelt worden.
Die ECE wies die Vorwürfe dem Bericht zufolge zurück. Die Kunden hätten den Anspruch, dass sie "in unseren Einkaufszentren sicher unterwegs sein können", sagte ein Sprecher der Firma dem NDR. ECE weise an jedem Eingang auf die Videoüberwachung hin. Die Aufnahmen der Kameras würden nicht ausgewertet, sondern nur bei Straftaten an die Behörden weitergegeben.
Über die Rechtmäßigkeit der Kameras im ECE-Einkaufszentrum Alstertal soll nun laut NDR das Verwaltungsgericht Hamburg entscheiden. Ein Urteil würde demnach regeln, welche Bereiche in einem Einkaufszentrum gefilmt werden dürfen und welche nicht und hätte damit laut NDR bundesweit Signalwirkung.
Die ECE-Gruppe gehört zum Besitz der Otto-Familie und betreibt in Deutschland 93 Einkaufszentren. Datenschützer in mehreren Bundesländern hätten in Absprache mit der Hamburger Behörde ECE-Zentren unter die Lupe genommen, berichtete der NDR.
Caspar sagte dem Sender, jeder Bürger habe ein Recht darauf, sich unbeobachtet in öffentlichen Räumen wie einem Einkaufszentrum zu bewegen. "Viele Menschen gehen davon aus, dass sie sich da in einer relativen Situation der Anonymität befinden. Wäre auch schön, wenn das so wäre - aber es ist nicht so." Auch der Sprecher der niedersächsischen Datenschutzbehörde, Michael Knaps, kritisierte, es sei zu sehen, wer sich wo treffe oder wann mit wem auf die Toilette gehe. "Das geht gar nicht."
Eine Überwachung per Kamera an kritischen Stellen wie etwa in Tiefgaragen, an Kassenautomaten oder auf Fluchtwegen ist dagegen laut Datenschützern grundsätzlich erlaubt.
Quelle: AFP
srepentine schrieb:
am 11. Februar 2011 um 13:54:22
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Überwachung
Der Betreiber der Geschäftspassage streitet ab, gegen den Datenschutz zu verstoßen. Die Richtlinien sind weitestgehend klar.
Hat man mal eine repräsentative Umfrage unter Kunden gestartet? Ich will nicht überall gefilmt werden. Meine Sicherheitsgefühl erhöht sich nicht damit. Ein Grund mehr für mich, diese Passagen zu meiden.
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Inge schrieb:
am 11. Februar 2011 um 13:35:56
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GO
Und warum ging in England eine Bombe hoch,wo so viele Menschen getötet wurden.
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joseff schrieb:
am 11. Februar 2011 um 12:56:20
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Stasiland
da kann man nur sagen: Deutschland einig Stasiland,überwachung sollte ins Grundgesetz geschrieben werden!
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