13.12.2010, 11:11 Uhr
Meteor des Leonidenschwarms: Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich etwas wünschen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Himmelsgucker können in diesen Tagen einen der prächtigsten Meteor-Schwärme des Jahres am Firmament bewundern. Der Strom der Geminiden erreicht am Dienstag sein Maximum. Bei wolkenfreiem Himmel sind morgens vor Sonnenaufgang und abends nach Einbruch der Dunkelheit dutzende Meteore pro Stunde zu sehen.
Der Schwarm der Geminiden bringt besonders viele und helle Sternschnuppen hervor, die bei klarem Wetter auch am Himmel über lichtdurchfluteten Großstädten zu sehen sind. Dennoch stehen die Geminiden meist im Schatten der wesentlich bekannteren Perseiden, die im Sommer auf die Erde niedergehen.
Dass die Geminiden so wenig populär sind, liegt vor allem an der Jahreszeit ihres Auftretens: Das kalte und oft auch trübe Dezember-Wetter bietet Sternschnuppen-Jägern nun einmal unbequemere Beobachtungsbedienungen als laue Sommernächte. In diesem Jahr haben die Norddeutschen die besten Chancen auf freien Blick; im Süden könnten dicke Wolken den Blick verdecken.
Das Sternbild der Zwillinge (lateinisch: gemini) stand Pate bei der Namensgebung für den Geminiden-Schwarm, weil die Sternschnuppen aus genau dieser Richtung zu fallen scheinen. Diesen Ausgangspunkt der Meteorbahnen bezeichnen die Astronomen als Radiant. In Wahrheit entstammen die Schnuppen freilich einer Staubwolke, die unsere Erde auf ihrer Bahn um die Sonne jedes Jahr um dieselbe Zeit durchquert. Dabei treten die Staubpartikel in die Erdatmosphäre ein, in der sie dann Sternschnuppen erzeugen.
Dies gilt zwar für alle Sternschnuppen-Schauern, doch die Geminiden weisen einige Besonderheiten auf. So ziehen die Meteore des Stroms vergleichsweise langsam über den Himmel. Grund ist die geringe Geschwindigkeit, mit der die Geminiden-Teilchen in die Atmosphäre eintauchen.
Als weitere Eigentümlichkeit der Geminiden gilt, dass in den Stunden des Sternschnuppen-Maximums zunächst die lichtschwächeren und erst am Ende die hellsten Meteore aufleuchten. Auf besonders leuchtstarke Sternschnuppen dürfen Himmelsgucker in diesem Jahr am Dienstagabend hoffen. Diese hellen Geminiden leuchten dann meist gelblich-weiß.
Die Meteore der Geminiden sind nicht nur besonders schön, sondern auch besonders zahlreich. "Pro Stunde werden bis zu 120 Sternschnuppen über den Himmel flitzen", verspricht Jost Jahn von der Vereinigung der Sternfreunde. "Auch das ungeschulte Auge eines Laien wird leicht rund 30 Sternschnuppen erkennen können." Auf die Geminiden dürften sich also besonders jene freuen, die beim Anblick einer Sternschnuppe an die Erfüllung eines Wunsches glauben - gerade in der Vorweihnachtszeit.
Ungewöhnlich ist auch der Ursprung der Staubwolke, die für das winterliche Sternschnuppen-Spektakel verantwortlich ist. In der Regel gehen Meteor-Schauer auf winzige Überreste von Kometen zurück. Dies sind Schweifsterne, die bei der Annäherung an die heiße Sonne Gas und Staub freisetzen, der sich dann über die Kometenbahn verteilt. So liegt der Ursprung der spektakulären Perseiden im August in der kosmischen Staubspur des Kometen "Swift-Tuttle", der alle 130 Jahre der Sonne einen Besuch abstattet.
Anders die Geminiden-Staubwolke: Sie stammt nicht von einem Kometen, sondern geht offenkundig auf einen Asteroiden zurück - einen festen Kleinkörper unseres Sonnensystems, der anders als Kometen keine flüchtigen Bestandteile aufweist. Der Geminiden-Asteroid heißt Phaeton und umrundet die Sonne auf derselben Bahn wie die Staubwolke in rund eineinhalb Jahren.
Mit der Entdeckung Phaetons 1983 schien zunächst die Herkunft der Geminiden geklärt. Unklar ist aber noch, wie ein solch kompakter Himmelskörper eine Staubwolke auf seiner Umlaufbahn hinterlassen kann. Eine denkbare Antwort wäre, dass Phaeton früher ein Komet war - ein Schweifstern, von dem nichts anderes übrig geblieben ist als sein längst erloschener Kern.
Quelle: dpa , AFP
Maike schrieb:
am 13. Dezember 2010 um 13:46:02
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sternschnuppen
hey friz,du blöd.... sternschnuppen sind richtig schön,ich war mal auf einer insel,anden abend war ein richtig super schöner sternstaub regen
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Fritze schrieb:
am 13. Dezember 2010 um 13:20:37
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Sternschnuppen
Sternschnuppen sind mir schnuppe.
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Wolfi 24.110 schrieb:
am 13. Dezember 2010 um 12:43:31
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Sternschnuppen über Deutschland: Geminiden erreichen ihren Höhepunkt
Naja. Phaeton, ansich, ist ja ein potenziell gefährlicher Asteroid.
Er kreuzt immerhin die Erdbahn und mit 5 km Durchmesser wäre er, bei einem Einschlag, ein "Globaler-Killer". Nicht dass dies in den nächsten 100 Jahren passieren würde, aber Phaeton ist ja nicht das einzige NEO(Near-Earth-Objekt). Die Erhabenheit solcher stellaren und galaktischen Kräfte und Objekte, jedenfalls, sollten einem die eigenen Grenzen aufzeigen und man sollte froh sein, dass man NUR Sternschnuppen sieht!
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