16.09.2010, 10:55 Uhr
Erika Steinbach sorgt mit einem erneuten Affront gegen Polen für Aufregung (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Die umstrittene Vertriebenenpräsidentin Erika Steinbach sorgt erneut für Wirbel im deutsch-polnischen Verhältnis. Die CDU-Abgeordnete sagte im ARD-"Morgenmagazin", der Deutschland-Beauftragte der polnischen Regierung, Wladyslaw Bartoszewski, habe "einen schlechten Charakter. Das sage ich ohne Wenn und Aber."
Steinbach begründete die Aussage mit "persönlichen Erfahrungen, die dahinterstecken". Sie habe sich mit Äußerungen zu diesem Mann "sehr lange auch wirklich zurückgehalten".
Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen erklärte, sie habe den 88-jährigen früheren polnischen Außenminister zunächst sehr bewundert, sei aber nun enttäuscht, weil sie ihm viele Briefe geschrieben, aber nie Antwort erhalten habe. Sie habe viel Verständnis für die Emotionen der Polen und alle Opfer der deutschen Besatzung hätten ihr tiefes Mitgefühl, doch manche Einzelpersonen schätze sie nicht.
Der 88-jährige Bartoszewski war von den Nazis ins Konzentrationslager Auschwitz verschleppt und im April 1941 schwer krank entlassen worden. In den vergangenen Jahren hatte Bartoszewski Steinbach wiederholt scharf angegriffen. Vor kurzem soll er Steinbach mit dem Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson verglichen haben.
Außenminister Guido Westerwelle (FDP) nahm Bartoszewski gegen die Angriffe Steinbachs in Schutz. Er schätze ihn "als eine ehrenwerte Persönlichkeit mit einer großen Lebensleistung für die deutsch-polnische Aussöhnung", erklärte Westerwelle.
Steinbach betonte, sie wolle weiter Mitglied im Vorstand der Unions-Bundestagsfraktion bleiben. Ihr Ziel sei es, in der Union Nachdenken auszulösen, denn viele Parteimitglieder hätten "Besorgnisse, Ängste und ein Gefühl der Heimatlosigkeit". Auch sie persönlich wünsche sich ein "Gefühl der Geborgenheit", doch sei Solidarität innerhalb der CDU leider nicht weit verbreitet. Auf die Frage, ob sie sich einer neuen Partei mit konservativem Profil zuwenden wolle, sagte Steinbach, dies könne sie sich derzeit nicht vorstellen. Es gebe aktuell keine neue Partei, die sie locken könnte.
Steinbach gilt in ihrer Funktion als Vertriebenen-Präsidentin und wegen ihres Einsatzes für ein Zentrum gegen Vertreibungen seit langem als Reizfigur in Polen. Sie war zuletzt mit Äußerungen über die polnische Mobilmachung vor dem Zweiten Weltkrieg in der CDU unter Druck geraten. Steinbach hatte daraufhin angekündigt, bei der Vorstandswahl im November nicht mehr zu kandidieren.
Quelle: dapd , dpa , AFP
Seemine schrieb:
am 16. September 2010 um 16:11:08
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steinbach
Hat Sie was falsches gesagt? Eher nicht.
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Seemine schrieb:
am 16. September 2010 um 16:06:56
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steinbach
Die ständigen Diskussionen in den Parteien, stellt doch nur dar wie hilfslos,selbstherrlich und unfähig sie sind. Ablenkung vom
tatsächlichen IST- Zustand? Vielleicht soll es ja auch nur die Wichtigkeit dieser Pseudopolitiker unterstreichen und krampfhafter Wählerstimmenfang.
Kernkraftwerke, Wohnraumsarnierung, Sarrazin, Steinbach usw. zu guter letzt der Höhepunkt an Schwachsinn HartzIV
soll einen anderen Namen bekommen. Laber,laber, es ist an der Zeit das ihr verschwindet.
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Elisabeth schrieb:
am 16. September 2010 um 15:36:06
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um Frieden besorgt
Hallo, (um Frieden besorgt) wenn sie mit ihrer Bemerkung, wie geschrieben und wahrscheinlich auch getan, dies auch so
ausführen würden , dann ist tatsächlich der Nachbarfrieden in Gefahr. Nur sollte man nach Jahrzehnten als Nachfolgegenerationen sich auch nicht laufend mit den Nazi-Kriegsverbrechen auf eine Stufe stellen lassen. Auch dies gefährtet den Frieden. Also ist Meinungsfreiheit, verbunden mit gegenseitiger Achtung angebarcht. Der Negieren u. gegenseitige Unterstellungen löst man nich
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