19.01.2008, 13:24 Uhr
Strand von Sa Tuna an der Costa Brava: Flache Küsten sind in Gefahr (Quelle: imago)Das Mittelmeer ist an Spaniens Küsten als Folge des Klimawandels in den vergangenen 60 Jahren um rund acht Zentimeter angestiegen. Dies geht nach Presseberichten vom Samstag aus einer Langzeitstudie des Ozeanographischen Instituts (IEO) hervor. Wenn diese Tendenz anhalte, werde der Meeresspiegel bis zum Jahre 2050 um 25 bis 30 weitere Zentimeter gestiegen sein, warnte IEO-Direktor Enrique Tortosa.
Costa Brava in Gefahr
Flache Küstengegenden drohten dadurch überschwemmt zu werden. Dazu zählten etwa das Mündungsgebiet des Flusses Ebro südlich von Tarragona, der Albufera-See bei Valencia, die Salzwasser-Lagune Mar Menor nahe Murcia oder zahlreiche Strände an der Costa Brava im Nordosten des Landes.
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"Gigantische Mengen an Wärme absorbiert"
Die Wissenschaftler stellten auch fest, dass die Temperatur des Mittelmeeres gestiegen und das Wasser salziger geworden ist. "Der Anstieg der Wassertemperaturen schwankt zwischen 0,12 und 0,5 Grad Celsius", erklären die Wissenschaftler in ihrer Studie. "Das mag wenig erscheinen. Doch schon leicht erhöhte Temperaturen zeigen an, dass das Meer gigantische Mengen an Wärme absorbiert hat."
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Die Forscher griffen auf Daten verschiedener Institute im Land zurück, die seit 1948 erhoben werden. Dabei stellten sie fest, dass sich das Meer bis Mitte der 70er Jahre zwar abkühlte, sich seitdem aber in rasantem Tempo aufwärmt. Von dieser Zeit an steige auch der Meeresspiegel. Seit den 90er Jahre habe sich dieser Anstieg auch deutlich verschnellert.
Weniger Süßwasser - mehr Salz im Meer
Den stärkeren Salzgehalt des Meeres erklären die Forscher mit zurückgehenden Niederschlägen und weniger Wasserzufluss aus den Flüssen, die ins Meer münden. Letzteres sei dem verstärkten Bau von Staudämmen und anderen Konstruktionen am Wasser geschuldet. "Diese Daten müssen dazu genutzt werden, um darüber aufzuklären, wie sich der Klimawandel auf die Meere auswirkt und dass das Mittelmeer dabei keine Ausnahme ist", fordern die Wissenschaftler vom IEO.
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Quelle: t-online.de , dpa
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