09.09.2011, 09:24 Uhr
Archäologen der Universität Frankfurt bei Ausgrabungen (Quelle: dpa)
Archäologen haben Spuren eines frühen Militärlagers der Römer in Hessen entdeckt. In der Nähe von Groß-Gerau im Süden des Landes stießen sie auf Reste eines Kastells aus der Zeit der 40er bis 70er Jahre des ersten Jahrhunderts nach Christus.
In dieser Gegend hätten in Mainz stationierte römische Soldaten immer wieder militärische Übungen absolviert, sagt Professor Hans-Markus von Kaenel von der Universität Frankfurt.
Laut Grabungsleiter Thomas Maurer handelt es sich um eine der wichtigsten Fundstätten, die vor Errichtung des Limes datieren, zumal das Lager im Unterschied zu den Übungslagern ein festes war.
Die Wissenschaftler fanden Hinweise auf Gräben und Brunnen und stießen auf Waffenverzierungen sowie auf Münzen und Scherben. Über 1000 Funde seien geborgen worden.
"Unter den Münzen ist mitunter auch ein gut erhaltenes Stück", sagte Maurer. Im Lager dürften sich rund 500 Soldaten aufgehalten haben und ebenso viele Zivilpersonen. Warum die Soldaten weggingen, sei unbekannt.
Quelle: dpa
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