23.01.2012, 18:39 Uhr
Die niedersächsische SPD wirft Bundespräsident Christian Wulff vor, persönlich Sponsoren für den umstrittenen "Nord-Süd-Dialog" angeworben zu haben. Der angeblich private Dialog sei in Wahrheit eine Veranstaltung der damals von Wulff geführten Landesregierung gewesen, sagte Fraktionschef Stefan Schostok im Hessischen Rundfunk. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast forderte Wulff erstmals direkt zum Rücktritt auf.
Schostok verwies auf immer mehr Hinweise auf eine enge Verflechtung zwischen der Wirtschaft und der bis 2010 von Wulff geführten niedersächsischen Landesregierung. Der heutige Bundespräsident habe "selbst Sponsoren angesprochen und die Aufträge in die Staatskanzlei hineingegeben".
Im Deutschlandfunk nannte Schostok konkret den Reisekonzern TUI und das Versicherungsunternehmen Talanx. Beide hätten bestätigt, von Wulff angesprochen worden zu sein. Die niedersächsische SPD bereitet gegen Wulff bereits eine Klage vor dem Staatsgerichtshof des Landes vor. Schostok bezweifelte, dass Wulff, wie von ihm angegeben, nichts von staatlichen Zahlungen für den "Nord-Süd-Dialog" gewusst habe.
SPD-Vize Klaus Wowereit forderte den Präsidenten erneut zu weiterer Aufklärung auf. "Christian Wulff hat hier selbst eine Bringschuld", sagte Wowereit nach Beratungen der SPD-Spitze in Berlin. Ausdrücklich stellte er sich hinter das Vorgehen von SPD und Grünen in Niedersachsen: "Wir wissen, dass der Landtag dort seine Verantwortung wahrnimmt."
Künast sagte, Wulff irre, wenn er annehme, er könne seinen durch die Kredit- und Medienaffäre erlittenen Ansehensverlust wiedergutmachen. "Das Amt ist vielleicht reparabel, aber nicht seine Glaubwürdigkeit", sagte sie am Sonntagabend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". "Herr Bundespräsident, erlösen Sie uns", drängte Künast Wulff zum Amtsverzicht.
Wer ins Straucheln komme, müsse auch wieder aufstehen, sagte Wulff am Sonntag in Berlin. zum Video
Die Grünen-Fraktionschefin verteidigte zudem den "Lügner"-Vorwurf ihres niedersächsischen Parteikollegen Stefan Wenzel. Der niedersächsische Landtag habe schon vor Jahren versucht, Aufklärung zu betreiben und habe "immer nur einen Teil der Wahrheit" bekommen, sagte sie dem ZDF. Der niedersächsische Grünen-Fraktionschef Wenzel steht zu seinem Vorwurf. Dem ZDF sagte er allerdings, er suche "keine persönliche Auseinandersetzung" mit dem Bundespräsidenten, sondern Aufklärung über die Vorgänge während Wulffs Amtszeit als niedersächsischer Ministerpräsident.
Quelle: AFP
Joe schrieb:
am 23. Januar 2012 um 21:28:40
(328)
(34)
Wulff
Mir war damals bei der Wahl Herr Wulff schon unsympathisch, da er sich regelrecht "prostituiert" hatte im Kampf gegen Gauck.
Mit Herrn Gauck hätten wir sicher eine intergere Persönlichkeit gehabt . Zudem finde ich das das Amt des Bundespräsidenten seit Herrn Köhler und nun Herrn Wulff sehr angekratzt ist und an Glaubwürdigkeit verliert...bzw. verloren hat. Herr Wulff ist auf verlorenem Posten. Mir tut es um den Bundespräsidenten leid und nicht Herrn Wulff, zumal es uns ein Heidengeld kos
mehr
Kommentar melden
Ulrich schrieb:
am 23. Januar 2012 um 21:05:42
(45)
(297)
Wulf
Die sogenannte Wulf-Affäre ist eine Medienaffäre. So kann das in Deutschl- land mit diesen menschenjagenden Medien nicht weitergehen.
Kommentar melden
BRD-Personal-Bürger schrieb:
am 23. Januar 2012 um 20:59:51
(287)
(23)
Jetzt zeigt er "Klasse"
Man kann ja nicht bei jedem "Gegenwind" gleich aufgeben! Wenn es auch mal Widerstand gibt, ich habe
viel Kraft und wir stehen das durch. Ich bin einfach einmalig toll. "Wir" werden das schon schaffen! Ich werde noch ein Buch schreiben wie gut ich für Deutschland und die ganze Menschheit bin! usw. usw. ICH frage mich die ganze Zeit, wie diese Krankheit heißt und warum sie hauptsächlich bei solchen schwachen, charakterlosen, naiven und farblosen Menschen auftritt?! Auch Oettinger i
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video