08.12.2010, 12:42 Uhr
Kinder in einer Ganztagsschule in Leutkirch (Foto: imago) (Quelle: imago)
SPD und Grüne fordern als Konsequenz aus der neuen PISA-Schulstudie, die Ganztagsschule flächendeckend und verpflichtend einzuführen. "Mit den bisherigen Bemühungen kommt Deutschland nicht aus dem Mittelmaß. Wir brauchen von der Grundschule bis zum Abitur die Ganztagsschule als Regelschule", sagte der Fraktionsgeschäftsführer der SPD, Thomas Oppermann, der Düsseldorfer "Rheinischen Post".
Grünen-Chef Cem Özdemir sagte der Zeitung: "Ganztagsschulen, auch schon in der Grundschule, sollten flächendeckend eingeführt und zur Regelschule werden." Das Kooperationsverbot, das Finanzhilfen des Bundes für Länder in Bildungsfragen weitgehend untersagt, müsse endlich wegfallen. Erst dann könnten Bund, Länder und Kommunen dringend notwendige Verbesserungen im Bildungsbereich gemeinsam leisten.
Der SPD-Politiker Oppermann forderte ein "Nationales Ganztagsschulprogramm", das die Länder mit Hilfe des Bundes finanzieren müssten. "Für ein solches Programm müssen wir Milliarden mobilisieren. Das schaffen die von Einnahmeverlusten durch schwarz-gelbe Steuergeschenke gebeutelten Länder nicht allein. Das darf nicht an fehlenden Zuständigkeiten im Grundgesetz scheitern", sagte Oppermann.
Auch aus der Union kamen Forderungen nach einer Aufhebung des Kooperationsverbotes bei der Bildung. Das strenge Kooperationsverbot verhindere "bessere Lösungen im Bildungsbereich", sagte der bildungspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Albert Rupprecht (CSU), dem "Tagesspiegel". "Das ist ein Hemmschuh auf dem Weg zur Bildungsrepublik." Die Argumentation der Länder, der Bund könnte ihnen ja mehr Geld geben, um Bildungsaufgaben zu finanzieren, greife so nicht. "Denn der Bund kann den Ländern nicht vorschreiben, wofür sie das Geld ausgeben sollen", sagte Rupprecht.
Quelle: dapd
Tell59 schrieb:
am 8. Dezember 2010 um 20:19:41
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Vielleicht liegt das Problem ganz wo anders - in einem sozio-ökonomischen Irrtum?
Ursprünglich konnte jeder, vom gelernten Facharbeiter
aufwärts, mit seinem Lohn eine Familie mit Kindern erhalten. Die Mutter war zu Hause und kümmerte sich um Kinder und Haushalt. Irgendwann wurde diese Aufgabenstellung der Frau als „diskriminierend“ bezeichnet und frau wurde in die Berufswelt hofiert, vordergründig zwecks „Selbstverwirklichung“, in Wirklichkeit, um das BIP zu steigern. Heute kann kaum noch ein Alleinverdiener seine Familie ernähren. Müssen DESHALB Kinder „ausgelagert“ werden?
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Uwe D. schrieb:
am 8. Dezember 2010 um 19:52:19
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Lese und Schreibkopetenz erlangt man nicht nur in
der Schule, wo der qualitative Durchschnitt durch Ausländerkinder ohnehin abgesenkt wird,
sondern daheim. Leider sind Eltern heute nicht mehr in der Lage Einkommensverluste zum Wohl ihrer Kinder hinzunehmen, weil sofort der soziale Abstieg droht. Meine Frau konnte immer für meine zwei Kinder (eines davon schon 1978 Ganztagsschule) dasein u. beide sind heute erfolgreich in ihren Berufen. Wir konnten damals auf Zusatzverdienst verzichten u. in die Zukunft unserer Kinder inverstieren.
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Und ? schrieb:
am 8. Dezember 2010 um 19:44:34
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@ Tschim
Als ob eine Ganztagsbetreuung die Lösung aller Probleme wäre. Bei den begrenzten finanziellen Mitteln kommt eh nichts gescheites
heraus !! Meine hochbegabte Tochter libt Hardrock, z. B. Marylin Manson, liest Horrorgeschichten, schaut Horrorfilme an etc. In einem bayrischen Gymnasium gehört sie zu den Guten. Und nun ???? Übrigens bin ich Ganztagsmutter !
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