17.08.2010, 19:22 Uhr | agr
Die SPD ist Umfragen zufolge immer stärker im Kommen (Foto: imago)
Die Sommerpause und die anhaltenden Querelen in der schwarz-gelben Koalition haben der SPD offensichtlich Auftrieb verliehen: Zum ersten Mal seit der Bundestagswahl liegen die Sozialdemokraten in der Sonntagsfrage eindeutig vor der Union.
Das ergab eine Umfrage zu der Zweitstimmenwahlabsicht des Instituts für Demoskopie Allensbach für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".
Danach erreicht die SPD 32 Prozent und liegt damit einen ganzen Prozentpunkt vor CDU/CSU mit 31 Prozent. Den Grünen gelingt ein Aufstieg auf 17 Prozent. Die FDP fällt auf die Sechs-Prozent-Marke.
SPD und Grüne würden so zusammen 49 Prozent der Stimmen und damit eine parlamentarische Mehrheit erreichen. Union und FDP wären selbst mit der Linkspartei (8,5 Prozent) deutlich in der Minderheit.
In den westlichen Bundesländern würden für die SPD sogar 33 Prozent der Wahlberechtigten stimmen, wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre; hier kommt die Union auf 32 Prozent. In den östlichen Bundesländern liegen SPD und CDU der Umfrage zufolge gleichauf bei 26,5 Prozent.
Die Grünen kämen im Westen auf 18,5 Prozent, aber im Osten nur auf zehn Prozent. Die FDP ist im Westen mit 6,5 Prozent ebenfalls stärker als im Osten mit fünf Prozent. Für die Linkspartei ermittelten die Demoskopen dagegen 25 Prozent im Osten und fünf Prozent im Westen.
Rot-Grün wäre also nach der Allensbach-Umfrage im Westen mit zusammen 51,5 Prozent auch ohne die Linkspartei stärker als Schwarz-Gelb mit 38,5 Prozent.
Auch nach dem wöchentlichen Forsa-Wahltrend von "Stern" und RTL hätte Rot-Grün mit zusammen 47 Prozent weiter die absolute Mehrheit. Union und FDP kämen wie in der Vorwoche gemeinsam auf 34 Prozent. Die Grünen klettern um einen Prozentpunkt auf ein Rekordhoch von 20 Prozent, berichtet der "Stern" - damit kommt die Partei sogar auf drei Prozentpunkte mehr als nach der Allensbacher Umfrage.
Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, würden sich laut Forsa 30 Prozent für CDU/CSU entscheiden - ein Punkt mehr als in der Woche zuvor. Die FDP fällt um einen Punkt auf vier Prozent und damit unter die Fünf-Prozent-Hürde, wäre also nicht im Bundestag vertreten. Die SPD erreicht 27 Prozent (minus eins). Die Linke bleibt stabil bei 11 Prozent.
Quelle: dpa , t-online.de
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