04.10.2011, 08:53 Uhr
Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück gilt als möglicher Kanzlerkandidat der SPD - in der Parteilinken formiert dagegen Widerstand (Quelle: dapd)
Bei der SPD-Linken formiert sich Widerstand gegen eine mögliche Kanzlerkandidatur des früheren Bundesfinanzministers Peer Steinbrück. "Peer Steinbrück verachtet die Partei und bezeichnet ihre Funktionäre gern als Heulsusen", sagt Juso-Chef Sascha Vogt. "Seine Kandidatur würde die SPD tief spalten, ein Großteil der Mitglieder stünde nicht hinter ihm."
Der schleswig-holsteinische Landeschef Ralf Stegner warnt: "Wir dürfen uns nicht von einem Medien-Hype treiben lassen und zu einer vorgezogenen Entscheidung für Flügelkandidaten kommen."Steinbrück gilt als Mann des rechten Parteiflügels. "Nach der schwierigen Phase, die wir gerade überwunden haben, wünscht sich die Partei einen Spitzenkandidaten, der das Amt beherrscht, öffentliche Zustimmung gewinnt und die SPD in ihrem Gesamtprofil gut vertritt", sagt Stegner. "Eine erneute Distanzierung von den Gewerkschaften oder eine Abwertung unserer Aktiven als 'Parteifunktionäre' passen dazu nicht."
Inhaltliche Kritik am ehemaligen Finanzminister übt der Chef der Parteilinken, Björn Böhning: "Peer Steinbrück stand dafür, den Finanzplatz Deutschland zu deregulieren und zu liberalisieren. Er hat, wie es damals Mode war, die Wucht der Finanzmärkte erst ins Land geholt und war bis zum Schluss ein strikter Gegner von Konjunkturprogrammen, wie sie uns letztlich vor den schlimmsten Folgen der Krise bewahrt haben", sagt der Vertraute des Regierenden Berliner Bürgermeisters Klaus Wowereit. "Wir brauchen heute aber eine andere Wirtschaftspolitik, insofern ist es überaus erfreulich, dass Peer Steinbrück inzwischen ein glühender Anhänger unseres neuen Finanzkonzepts zu sein scheint."
Die Parteilinken fürchten, eine vorzeitige Entscheidung für einen Kandidaten könne Steinbrück begünstigen. Landeschef Stegner fordert daher, die Debatte bis Mai auszusetzen: "Der Blick sollte sich nun auf Schleswig-Holstein richten, wo im Mai die nächste schwarz-gelbe Regierung vor der Abwahl steht und wir mit unserem Spitzenkandidaten Torsten Albig gewinnen wollen", sagt er. "Vorher sollten keine Fakten geschaffen werden."
Kritik kam auch von Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin. Die Darstellung, dass Steinbrück die Finanzkrise als Finanzminister "frühzeitig erkannt und dann meisterhaft gebannt hat, ist mehr Legende als Wahrheit", sagte Trittin dem Magazin "Focus". "Peer Steinbrück hat zusammen mit Michael Glos (CSU) die Krise noch geleugnet, als sie schon unabwendbar war, hat vielfach zu spät gehandelt und dann vieles nicht so konsequent gemacht wie nötig."
Quelle: Spiegel Online , dpa
Fiete schrieb:
am 25. September 2011 um 19:28:26
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(3)
Steinbrück
Geht es euch nur um Parteiproporz oder wollt ihr auch etwas für die Menschen tun, wie ihr immer auf Wahlveranstaltungen behauptet.
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@Duden schrieb:
am 25. September 2011 um 19:26:19
(41)
(8)
SPD
Thema verfehlt!!!
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der Einzige... schrieb:
am 25. September 2011 um 19:23:53
(58)
(84)
SPD
...der das Zeug zum Kanzler hatte, war zu Guttenberg!
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