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Ypsilanti will Führungsfrage nach der Wahl beantworten
12.12.2008, 15:45 Uhr
Andrea Ypsilanti: "Ich werfe meiner Partei nicht einfach die Brocken vor die Füße" (Foto: ddp)
Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti lässt weiter offen, wie lange sie an der Spitze des Landesverbands und der Fraktion bleiben will. Mit ihrem Verzicht auf die Spitzenkandidatur habe sie die Konsequenzen aus dem zweimaligen Scheitern einer Regierungsübernahme gezogen, sagte Ypsilanti am Freitag. "Alles andere klären wir nach der Wahl."
Sie unterstütze ihre Partei bei der Landtagswahl am 18. Januar aus der zweiten Reihe, sagte Ypsilanti. Die Frage, ob sie mit ihren schlechten persönlichen Umfragewerten eine Belastung für die hessische SPD sei, ließ Ypsilanti unbeantwortet. "Die Umfragen zeigen, dass wir kämpfen müssen."
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Sie sehe aber den Willen der Partei zur Geschlossenheit. "Und daran beteilige ich mich. Ich werfe meiner Partei nicht einfach die Brocken vor die Füße." Ypsilanti will sich beim Parteitag an diesem Samstag in Alsfeld für den zweiten Platz der Landesliste bewerben.
"Den Realitäten ins Auge sehen"
Anders als der designierte Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel sieht Ypsilanti keine Chance, die Linkspartei aus dem Parlament zu drängen. "Es ist die Erfahrung der gesamten Republik, dass sie im Moment wohl nicht aus den Parlamenten herausgehalten werden können", sagte sie. "Natürlich würden wir sie gern so klein wie möglich sehen, aber wir müssen den Realitäten ins Auge sehen." Schäfer-Gümbel hatte im November angekündigt, für einen Landtag ohne die Linke zu kämpfen.
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SPD-Chefin wünscht sich "ein bisschen mehr Drive"
Ypsilanti dagegen nannte als Wahlziel der Sozialdemokraten ein möglichst gutes Ergebnis. "Wir wollen so stark werden wie möglich. Und wenn wir stark genug sind, suchen wir uns Partner, mit denen wir umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben." Die Kampfbereitschaft der Partei sei sehr unterschiedlich. "Es gibt Ortsvereine, da ist das 'Jetzt erst recht' schon sehr ausgeprägt. Es gibt andere, die muss man noch motivieren, da braucht's noch ein bisschen Drive."
Quelle: dpa