27.10.2011, 17:39 Uhr
Ernst und vertieft in eine Partie Schach - so präsentieren sich Altkanzler Helmut Schmidt und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück auf dem Cover des Buchs "Zug um Zug". Nur - die beiden SPD-Politiker spielen offensichtlich falsch. Wie das "Hamburger Abendblatt" herausfand, ist das Schachbrett auf dem Foto um 90 Grad gedreht. Steinbrücks rechter Turm steht auf einem schwarzen Feld - nach den Regeln müsste es jedoch ein weißes sein.
Für das Buchcover hatte der Verlag Hoffmann und Campe die erfahrene Fotografin Ingrid von Kruse engagiert. Die Fotofrau setzte die beiden Sozialdemokraten routiniert in Szene. Doch dem Bildmittelpunkt schenkte sie keine Aufmerksamkeit - so würde kein Schachspieler vor dem Brett sitzen.
Von Kruse begründetet den Fehler mit Zeitdruck. "Schmidt hatte nur noch an diesem Tag Zeit und Lust für das Foto. Da musste ich mich beeilen", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung". Das Schachbrett selbst habe sie aber nicht angerührt. Sie habe sich lediglich erlaubt, den Tisch näher ans Fenster zu rücken.
Etwas ungewöhnlich auf dem Foto ist auch, dass die beiden Strategen anscheinend gleichzeitig ihre Figur ziehen wollen. Normalerweise hat nur ein Spieler die Hand an der Figur, während der Kontrahent erst über die weiteren Züge nachdenken muss. Dass der Aschenbecher für den stets rauchenden Altkanzler auch auf diesem Bild nicht fehlen darf, versteht sich von selbst.
In dem Buch "Zug um Zug" plaudern Schmidt und Steinbrück über ein breites Themenspektrum. Ob Finanzkrise, Demokratie oder Sozialstaat - zu fast jedem Aspekt haben die beiden Politiker etwas zu sagen. Neben allgemeinen Urteilen streuen sie dabei auch persönliche Anekdoten mit ein. Das Buch ist im Verlag Hoffmann und Campe erschienen.
Quelle: dpa
Peschl schrieb:
am 27. Oktober 2011 um 18:23:33
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Panne
Es ist Blödsinn vom Bild her zu schlussfolgern, dass Steinbrück und Schmidt nicht richtig Schach spielen können. Schach spielen
kann zeitintensiv sein, besonders, wenn zwei gute Spieler aufeinander treffen. Die Fotografin hatte wahrscheinlich nicht genügend Zeit und so wurden eben nur mal schnell die Figuren auf das Schachbrett gestellt, damit sie zu ihrem Foto kommt.
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Helmers schrieb:
am 27. Oktober 2011 um 18:13:27
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SPD-Granden Schmidt u. Steinbrück unterläuft peinliche Schachpanne.
Selbstverständlich hat Herr Schmidt Verdienste.Er hätte sicher noch
mehr,hätte ihn die SPD 1982 nicht im Regen stehen lassen u. ihn nicht eiskalt abserviert.Seine Raucherei;vermutlich Altersstarrsinn.Das ziemt sich nicht,auch nicht für Herrn Schmidt.Wenn er darauf nicht verzichten kann,soll er zu Hause bleiben.Was er mit China geäußert hat,war schwach.Da half es auch nichts,dass Steinbrück zur Seite gesprungen ist.Über Kanzlerkanditaturen,hier sollte sich Schmidt raushalten.Er weiß nicht alles!
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Beobachter schrieb:
am 27. Oktober 2011 um 18:12:41
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Treffend bebildert.
Das Bild zeigt doch nur zwei völlig Ahnungslose, beim Schach und im Leben.
Der Kanzlerkanditat müsste im Falle einer
Wahl seine gutbzahlten Vortragjobs
bei den Banken und Versicherungen aufgeben. Hält dann sein Schachpartner
die Vorträge? Das Bild bestätigt doch nur täuschen und tarnen. Es ist ein Elend
mit Deutschland.
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