21.10.2010, 14:28 Uhr
Spanien verbietet künftig das Rauchen in allen Gaststätten und Restaurants. Dies sieht ein neues Anti-Tabak-Gesetz vor, das das Madrider Parlament am Mittwoch einstimmig verabschiedet hat. Danach ist der Tabakgenuss künftig in allen geschlossenen und öffentlich zugänglichen Räumen untersagt.
Von dieser Regelung sollen nur die Haftanstalten und psychiatrischen Kliniken ausgenommen werden. Dort soll es Raucherzimmer geben. Der Senat muss die neue Regelung noch billigen. Sie soll am 2. Januar 2011 in Kraft treten und bedeutet eine erhebliche Verschärfung des bisherigen Anti-Tabak-Gesetzes. Damit will die Regierung eine Regelung aus dem Jahr 2006 ersetzen und den Nichtraucherschutz in Spanien mit dem in anderen EU-Staaten in Einklang bringen.
Bisher herrscht in Spanien zwar an Arbeitsplätzen, auf Bahnhöfen und in Zügen ein generelles Rauchverbot. In Gaststätten können die Wirte jedoch in der Regel selbst entscheiden, ob in ihren Lokalen das Rauchen untersagt oder erlaubt ist. In 89 Prozent der über 350.000 Gaststätten ist das Qualmen erlaubt, nur elf Prozent wurden zu Nichtraucher-Lokalen deklariert.
Nach dem neuen Gesetz soll es auch nicht erlaubt sein, dass Gaststätten getrennte Raucherzimmer einrichten. An bestimmten Stellen soll das Rauchen sogar unter freiem Himmel verboten werden. Dazu sollen Kinderspielplätze, Schulhöfe und Innenhöfe von Krankenhäusern gehören.
Quelle: dpa , dapd
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