Seit Dezember 2001 sind deutsche Soldaten in Afghanistan präsent (Foto: dpa)
Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) rechnet damit, dass die Bundeswehr noch fünf bis zehn Jahre in Afghanistan bleiben muss. Ziel sei es, dass das Land selbst für seine Sicherheit sorgen könne, sagte Jung im Radiosender HR-Info.
Bei der Ausbildung der afghanischen Streitkräfte sei die internationale Gemeinschaft "erheblich vorangekommen", bei der Polizei gebe es aber noch "Nachholbedarf".
"Enorme Anstrengung"
Auch nach den afghanischen Präsidentschaftswahlen in der kommenden Woche ist laut Jung eine Truppenreduzierung nicht möglich. Er begründete dies damit, dass mit einer Stichwahl im September oder Oktober zu rechnen sei. Danach werde die Lage bewertet. Ziel der Taliban sei es, die Wahlen zu stören. Die Sicherung der 6600 Wahllokale in Afghanistan erfordere eine "enorme Anstrengung", sagte der Verteidigungsminister.