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Witwer wartet weiter auf Althaus' Schuldbekenntnis
28.04.2009, 08:22 Uhr
Althaus auf einer Pressekonferenz kurz nach seiner Rückkehr ins Amt (Foto: dpa)
Knapp vier Monate nach dem von Dieter Althaus verursachten Skiunfall wartet der Witwer der getöteten Beata Christandl weiter auf ein Schuldbekenntnis des thüringischen Ministerpräsidenten. Althaus hatte sich in einem persönlichen Brief an den Gatten der Frau gewandt, die Neujahr in Österreich an den Folgen des Zusammenstoßes mit ihm auf einer Skipiste gestorben war, und darin um Vergebung gebeten - aber eher neue Irritationen ausgelöst.
Althaus als RegierungschefIns Amt zurückgekehrt
Foto-SerieTödlicher Unfall auf der Skipiste
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Anwalt: Relativierungsversuch
In dem Schreiben räumt der CDU-Politiker die juristische Schuld ein, spricht aber gleichzeitig von einer Verkettung unglücklicher Umstände, die zu dem tragischen Unfall im Skigebiet Riesneralm geführt hätte, berichtet der "Spiegel". Damit versuche der Regierungschef seine Schuld zu relativieren, erklärte der österreichische Anwalt des Witwers, Alexander Rehrl: Sein Mandant sei "sehr verwundert" gewesen. Er hätte sich "gewünscht, dass Herr Althaus sich zu seiner Schuld bekennt".
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Althaus: Keine Erinnerung
Im Nachrichtenmagazin "Focus" betonte Althaus derweil erneut, er habe an den Unfall mit der 41 Jahre alten Beata Christandl und die Zeit direkt danach keine Erinnerung. Deshalb habe er sich zunächst nur indirekt - mit Hinweis auf Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft - zu seiner Schuld bekannt. "Ich bin natürlich darauf angewiesen, dass die juristische Frage geklärt ist, aber ich bin genauso darauf angewiesen, dass ich Vergebung erfahre", sagte der Politiker, der seit gut einer Woche wieder die Amtsgeschäfte als thüringischer Ministerpräsident wahrnimmt.
Verhandlungen um Schadensersatz
Ein österreichisches Gericht hatte Althaus im März in einem ungewöhnlich schnellen Verfahren zu 33.000 Euro Geldstrafe verurteilt, weil er am Neujahrstag mit hoher Geschwindigkeit gegen die Fahrtrichtung in eine kreuzende Piste eingefahren war. Vor diesem Hintergrund haben - ebenfalls in Österreich - inzwischen zivilrechtliche Schadenersatzverhandlungen zwischen Althaus und den Hinterbliebenen begonnen. Der Anwalt des Witwers geht davon aus, dass bis Ende Mai Einigung erzielt werde. Das Opfer hinterließ einen Sohn, der zum Zeitpunkt des Unfalls ein Jahr alt war.
Quelle: dapd
, dpa