31.12.2011, 17:54 Uhr
In Australien begrüßt die Metropole Sydney das neue Jahr traditionell mit einem Feuerwerk über dem Hafen mit der Oper im Vordergrund. (Quelle: dpa)
Lange vor Europa haben Millionen Menschen im Pazifik, Australien und Asien das neue Jahr gefeiert. In der australischen Metropole Sydney wurde Schlag Mitternacht ein farbenfrohes, riesiges Feuerwerk über dem Hafen gezündet. Mehr als 1,5 Millionen Menschen bestaunten das zwölf Minuten dauernde Spektakel und wünschten sich alles Gute für 2012. Die größte Silvesterparty Deutschlands steigt am Brandenburger Tor in Berlin.
Als erstes wurde das neue Jahr auf Inseln im Pazifik gefeiert. Erstmals war der Inselstaat Samoa unter den Vorreitern, die das neue Jahr begrüßten. Das Land hat gerade die Zeitzone gewechselt, um mit seinen Wirtschaftspartnern in der Region besser Handel treiben zu können. Dazu fiel in dem Inselstaat einmalig der 30. Dezember aus.
Den Neuseeländern verdarb derweil heftiger Regen in weiten Teilen des Landes das Feiern. Mehrere Flüsse traten über die Ufer, auf der Nordinsel wurden deshalb zwei Großveranstaltungen abgesagt.
In Japan begaben sich die Familien traditionell zu den Feiern am Ende des Jahres in Tempel. Um Mitternacht erklangen im ganzen Land kilometerweit hörbar 108 Mal die Glocken der Heiligtümer. Sie sollen die 108 Begierden des Menschen oder die 108 Übel des alten Jahres vertreiben. Überschattet war das ausgehende Jahr weiter von der schweren Tsunami- und Atomkatastrophe; viele Menschen aus der Katastrophenregion befinden sich noch immer in Notunterkünften. Auch in den östlichen Teile Russlands und auf den Philippinen hat das neue Jahr bereits begonnen.
Die Stadt Peking begrüßte das neue Jahr mit einem Countdown am Himmelstempel. Die letzten Sekunden des Jahres 2011 wurden zum Abschluss einer Lasershow auf das 600 Jahre alte Wahrzeichen der chinesischen Hauptstadt projiziert. Die Pekinger Bürger waren nicht eingeladen - die kommunistische Führung Chinas fürchtet jede Ansammlung von Volksmassen als unkalkulierbares Sicherheitsrisiko.
In Berlin war die Partymeile auf der Straße des 17. Juni in Berlin schon tagsüber geöffnet, Hunderttausende Besucher wurden im Zentrum der Hauptstadt erwartet. Dort sollte die größte Silvesterparty Deutschlands steigen.
Einige Stunden später feiern die New Yorker. Sängerin Lady Gaga hat dabei eine wichtige Aufgabe: Sie soll per Knopfdruck die berühmte Kristallkugel in Bewegung setzen, die sich traditionell in den letzten 60 Sekunden des Jahres über dem Lichtermeer des Times Squares senkt. Die Feier wird traditionell von mehr als einer Million Menschen besucht.
Auch in Rio de Janeiro ist eine Riesen-Party geplant. An dem legendären Copacabana-Strand werden rund zwei Millionen Menschen erwartet, die bei sommerlichen Temperaturen, heißen Samba-Rhythmen und Feuerwerk das neue Jahr begrüßen. Auch in der größten brasilianischen Stadt São Paulo rechnen die Veranstalter auf dem Prachtboulevard Avenida Paulista mit zwei Millionen Menschen.
Weniger spektakulär werden die Silvesterfeiern dagegen wohl in Paris ausfallen. Wie in den Vorjahren ist die Böllerei aus Sicherheitsgründen verboten. Auch öffentliche Feuerwerke gibt es in der Metropole nicht. Viele Pariser treffen sich deswegen mit Freunden und Verwandten zum Abendessen.
Quelle: dapd , AFP , dpa
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