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Self-Made-Millionär soll Senator in Hamburg werden

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Self-Made-Millionär soll Senator in Hamburg werden

17.08.2010, 10:32 Uhr

Ian Karan soll neuer Wirtschaftssenator in Hamburg werden. (Foto: ddp) (Quelle: ddp)

Der in Asien geborene Containerunternehmer Ian Karan soll angeblich Hamburger Wirtschaftssenator werden. "Ich freue mich sehr darüber, dass mir ein solches Vertrauen entgegengebracht wird", sagte Karan dem "Hamburger Abendblatt". Er würde damit Nachfolger des scheidenden Ministers Axel Gedaschko (CDU). Die Wirtschaftsbehörde lehnte einen Kommentar ab, Hamburger Wirtschaftskreise bestätigten die Personalie jedoch.

Der 71 Jahre alte Karan wurde im heutigen Sri Lanka geboren, wanderte nach England aus und kam schließlich nach Hamburg. Hier machte er Karriere und wurde mit einem Containerunternehmen zum Millionär. Das Amt des Wirtschaftssenators wäre das Sahnehäubchen auf einer Karriere, die so nicht häufig zu finden sein dürfte.

Vom Tellerwäscher zum Millionär

Karan wuchs als Waise bei seiner Großmutter in der Inselhauptstadt Colombo und in einem Internat auf. Ein Studium in London endete kurz vor dem Abschluss: Nach Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg flog er von der Universität. "Damals war ich nicht der, den Sie heute vor sich sehen, ich war links", sagte Karan einmal in einem Interview.

Nach Hamburg kam der junge Mann mit britischer Staatsbürgerschaft, um Deutsch zu lernen. Hier begann seine Karriere klischeehaft mit einer kurzen Zeit als Tellerwäscher in einem Restaurant. Schon bald arbeitete er sich in einer Exportfirma nach oben und kam dort erstmals mit dem noch weitgehend unbekannten Produkt in Kontakt, das sein weiteres Leben und seinen Erfolg bestimmen sollte: dem Schiffscontainer.

Seit 2009 deutscher Staatsbürger

Der junge Mann erkannte und nutzte die Chance der neuen Transportmethode. Er wurde Niederlassungsleiter einer US-Firma und machte sich 1975 selbstständig. Am Ende besaß und verlieh Karan mehr als eine halbe Million Container, die auf allen Weltmeeren unterwegs waren. Inzwischen ist er aus dem Containergeschäft ausgestiegen.

Als gemachter Mann teilt Karan Erfolg und Reichtum. Er fördert Kunst und Kultur in der Hansestadt. "Ich will damit ein Stück meines Glücks an Hamburg zurückgeben", sagte er einmal der "Bild"-Zeitung. 2007 erhielt Karan aus der Hand von Bürgermeister Ole von Beust (CDU) das Bundesverdienstkreuz. "Hamburg ist eine wundervolle, gastfreundliche Stadt. Wer sich gesetzestreu verhält, hat alle Möglichkeiten, er kann machen, was er will. Und das ist toll", sagte Karan einmal der Zeitschrift "Klönschnack".

Die deutsche Staatsbürgerschaft nahm der verheiratete Familienvater erst im vergangenen Jahr an. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte ihm bei einer Veranstaltung zur Integration die Bitte übermitteln lassen, er möge doch als Vorbild vorangehen.

Verfassungsschützer soll Innensenator werden

Der neue Wirtschaftssenator ist Teil der Runderneuerung des Hamburger Senats nach der Rücktrittsankündigung von Bürgermeister Ole von Beust. Als dessen Nachfolger ist Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) vorgesehen. Laut "Hamburger Morgenpost" soll der Chef des Landesamtes für Verfassungsschutz, Heino Vahldieck, Innensenator werden. Als Kultursenator ist der ehemalige nordrhein-westfälische Staatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (CDU) im Gespräch. Die Wahl von Ahlhaus ist für den 25. August geplant, gilt aber noch nicht als sicher. Vor allem beim CDU-Koalitionspartner, den Grünen, gibt es Widerstand gegen den extrem konservativen Ahlhaus, der auch vor Kontakten zu rechten Studentenverbindungen nicht zurückschreckte.


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Quelle: dapd , dpa

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Kommentare (7)

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Thema: "Self-Made-Millionär soll Senator in Hamburg werden"

Benjamin Blümchen schrieb: am 17. August 2010 um 11:34:27
(0) (0) Hamburg
Schafft endlich diese Stadt-Staaten ab! Diese Überflüssigen Senatoren kosten den Steuerzahlern unnötig viel Geld!

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GuDeu schrieb: am 17. August 2010 um 11:31:30
(0) (0) Selfmade Senator HH
@ clausimaus: Schade für Ihren kleinlichen Kommentar. Sie glauben doch hoffentlich nicht, dass Herr Karan das
Senatorgehalt benötigt. Er verdiente weit mehr, wenn er weiter Unternehmer bliebe und vielleicht neue Unternehmen gründete. Dies könnte er auch in noch höherem Alter ausführen. Es ist für ihn eine Ehre, zum Senator berufen zu werden. Er versteht von internationaler Wirtschaft etwas. Dies kann vielen in nichtselbständiger Arbeit helfen. Wir brauchen mehr Karans in unserem Land!
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Isnogud schrieb: am 17. August 2010 um 11:20:42
(0) (0) Self-Made-Millionär-wird Senator in HH
Jeder kann in seinem Leben etwas ereichen, wenn auch nicht immer Alles. Diesem Menschen gebührt
Respekt. Ich wünsche ihm die "zündenden Ideen", auch für diese Position. Man sollte ihm zuhören und lieber genau nachdenken, anstatt zu kritisieren. Er hat in seinem Leben ungewöhnliche Entswcheidungen getroffen und damit Recht behalten. Schade, saß dieser Mensch erst jetzt an diese Stelle berufen werden soll.
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