19.08.2011, 16:49 Uhr
Etliche Menschen wurden bei einem Angriff der Taliban auf das British Council in Kabul getötet oder verletzt.
Ein Selbstmordkommando der Taliban hat am Freitag das britische Kulturinstitut in der afghanischen Hauptstadt Kabul angegriffen und zahlreiche Menschen getötet. Unklar ist noch, ob Ausländer unter den Opfern sind. Der Tod von acht Menschen bei dem Angriff auf den British Council sei bestätigt, sagte der Sprecher des afghanischen Innenministeriums, Sediq Sediqqi.
"Wir kennen die Identitäten dieser Individuen nicht, untersuchen sie aber." Außerdem seien zwei Selbstmordattentäter ums Leben gekommen.
Die Gefechte dauerten am Vormittag an. Mindestens ein Aufständischer hatte sich nach Angaben des Innenministeriums auf dem Gelände im Viertel Karte-Parwan in der Innenstadt verschanzt.
Ein Angehöriger einer afghanischen Spezialeinheit am Tatort sagte, unter den Toten seien zwei Wachmänner des British Council, ein Polizist und ein Zivilist. Die Nationalität des Zivilisten ist noch nicht bekannt. Der Sender Channel 1 berichtete, auf dem Gelände hielten sich Ausländer auf.
Ein erster Angreifer habe sich in seinem mit Sprengstoff beladenen Wagen vor dem Tor des British Council in die Luft gesprengt, sagte ein Mitarbeiter des Geheimdienstes NDS am Tatort. Damit habe er seinen Mitkämpfern Zugang zu dem Gelände verschafft.
Anwohner berichteten von zwei Explosionen gegen 5.40 Uhr und 6 Uhr (Ortszeit/3.10 Uhr und 3.30 Uhr MESZ). Gegen 10 Uhr Ortszeit kam es demnach zu einer dritten Detonation. Neben afghanischen Sicherheitskräften würden auch ausländische Truppen gegen die Angreifer eingesetzt, sagten Augenzeugen.
Die Taliban bekannten sich zu der Tat. "Dieser Angriff ist eine Botschaft der Taliban an die britischen Invasoren anlässlich des Unabhängigkeitstages, an dem sie vor 92 Jahren gegen die tapferen Mudschaheddin verloren", sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid per Telefon. Afghanistan beging am Freitag seinen Unabhängigkeitstag.
Das Land gehörte zwar nie zum britischen Imperium. Die Briten erkannten am 19. August 1919 nach dem dritten Afghanisch-Britischen Krieg in einem Abkommen aber endgültig die Unabhängigkeit des Landes an. Mit 9500 Soldaten ist Großbritannien der größte Truppensteller in Afghanistan nach den USA. Der British Council ist Großbritanniens internationale Organisation für Bildung und Kultur. Er ist vergleichbar mit dem deutschen Goethe-Institut.
Quelle: dpa
Josef schrieb:
am 19. August 2011 um 17:49:52
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Taliban
Ich war im Rußlandfeldzug, was wir dort gemacht haben. weis die ganze Welt. Bloß, heute wird es verschwiegen. Ich schäme mich für Deutschland.
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Müsch schrieb:
am 19. August 2011 um 12:44:27
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Taliban
@Andreas: In den USA können sich Zustände wie in Afghanistan nicht entwickeln, weil z.B. amerikanische Mädchen nicht damit rechnen
müssen Säure ins Gesicht geschüttet zu bekommen wenn sie sich Bildung in Schulen erwerben möchten und weil dort auch keine Kinder zum Tod durch Erhängen verurteilt werden weil ihr Vater sich angebllich "ungebürlich" verhalten hat, wie man das von Taliban hören muß!!
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dc schrieb:
am 19. August 2011 um 11:18:41
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@banane
So, so, du findetst es zwar "schade", aber gut, dass Frauen und Kinder getötet werden?! Find ich ganz schön kranke
Einstellung. Mal sehen, wie du dich äußerst, wenn sie in ihrem "gerechten Befreiungskampf" mal hier deine Angehörigen in die Luft bomben. Du wußtest ja, dass so was passieren kann, selber Schuld, wenn deine Anghöigen oder du selbst drauf gehst. Falls du es noch nicht bemerkt hast: diesen fantischen Anschlägen fallen fast ausschließlich unschuldige Zivilisten
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