07.04.2011, 18:52 Uhr
Das Epizentrum des Bebens lag 60 Kilometer östlich von Sendai (Foto: Google Earth / Montage t-online.de)
Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,1 hat am Donnerstagnachmittag die Unglücksregion Miyagi im Nordosten Japans erschüttert. Das Katastrophen-Atomkraftwerk Fukushima I scheint nicht noch mehr zerstört worden zu sein.
Das Beben ereignete sich nach Angaben der japanischen Behörden in 25 Kilometer Tiefe vor der Küste der Präfektur Miyagi. In der Stadt Ichinoseki gerieten Gebäude heftig ins Wanken, Gegenstände fielen aus den Regalen und Möbel stürzten um. Wenig später fiel der Strom aus. Sogar in der mehr als 300 Kilometer entfernten Hauptstadt Tokio war das Beben zu spüren.
Fachleute hatten in den vergangenen Tagen mehrfach davor gewarnt, dass ein starkes Beben die ohnehin instabile Lage in den Unglücksreaktoren weiter verschärfen könnte. In einer Nuklear- und einer Wiederaufbereitungsanlage war nach dem Beben offiziellen Angaben zufolge die normale Stromversorgung unterbrochen.
Der japanischen Atomaufsicht NISA lagen etwa 45 Minuten nach dem Beben keine Informationen über "Anomalien" in den schwer havarierten Reaktoren in Fukushima I vor. Die Mitarbeiter hätten sich allerdings in spezielle Schutzräume zurückgezogen.
Auch in dem etwas südlicher gelegenen Atomkraftwerk Fukushima II seien die Mitarbeiter in Sicherheit gebracht worden. Verletzte habe es nicht gegeben, sagte der NISA-Sprecher. Die Wassereinspeisung in den Reaktoren 1 bis 3 werde fortgesetzt.
Im Kernkraftwerk in Onagawa sei die externe Stromversorgung ausgefallen, eine Versorgung per Diesel-Generator aber funktioniere. Hier seien keine erhöhten Strahlenwerte festgestellt worden, sagte der NISA-Sprecher. Auch in der sehr weit nördlich gelegenen Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho sei die reguläre Stromversorgung ausgefallen. Auch hier arbeiteten Diesel-Generatoren.
Zunächst war eine Tsunami-Warnung herausgegeben worden, die etwa 90 Minuten nach dem Beben wieder aufgehoben wurde. In der Präfektur Miyagi waren nach Polizeiangaben vorsorglich alle Autobahnen gesperrt worden. Die Wetterbehörde hatte die Küstenbewohner in der Präfektur aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen und sich in höher gelegenen Gebieten in Sicherheit zu bringen.
Die Region Miyagi war bereits bei dem verheerenden Beben der Stärke 9,0 und dem Tsunami vor vier Wochen schwer getroffen worden. Der Katastrophe vom 11. März fielen letzten Schätzungen zufolge 27.600 Menschen zum Opfer. 12.600 Tote sind bisher offiziell bestätigt.
Ständig aktuell: Das wetter.info-Video zeigt den möglichen Niederschlag, der Radioaktivität auf das Festland oder ins Meer tragen könnte, rund um Fukushima. zum Video
Quelle: dapd , AFP , dpa
Spitzkicker schrieb:
am 7. April 2011 um 18:40:06
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Nachbeben
In den Nachrichten werden nur über die Beben der Region die 6,5 überschreiten. Die Wahrheit ist aber noch viel extremer. Nach dem
Hauptbeben gab es Nachbeben alle 10min und 2-3 Tage später alle 25-45 min. alle der Stärke zwischen 4,2 bis 5,8. Jetzt hat sich die Lage etwas beruhigt es gibt nur noch ca. 10 Nachbeben pro Tag.
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POLAK schrieb:
am 7. April 2011 um 18:32:04
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Germane Hysteriker - Physik lernen!
Aberglauben fängt an, wo Wissen aufhört.
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PeZi schrieb:
am 7. April 2011 um 18:31:40
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Erddurchmesser
@ibins: die Erde hat einen Durchmesser von ca.12700km - Erdbeben enstehen i.d.R. nict direkt an der Erdoberfläche (oder Meeresboden).
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