13.09.2011, 19:07 Uhr
In der afghanischen Hauptstadt Kabul haben die Taliban einen Anschlag verübt. Mindestens vier Zivilisten wurden verletzt.
Kämpfer der radikal-islamischen Taliban haben das Diplomatenviertel und weitere Ziele in der afghanischen Hauptstadt Kabul angegriffen. Bei der Kommandoaktion am Dienstag seien das Hauptquartier der Internationalen Schutztruppe (ISAF) und die US-Botschaft mit Maschinengewehren und Panzerfäusten beschossen worden, teilte die von der NATO geführte ISAF mit.
Ausländische Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen. Auch unter den amerikanischen Diplomaten habe es keine Verletzten gegeben, sagte ein Sprecher der US-Botschaft. Nach Polizeiangaben wurden zwei Zivilisten und vier Polizisten getötet sowie zwölf Menschen verletzt.
Derzeit ist die ISAF dabei, die Verantwortung für die Sicherheit im Land schrittweise an die Afghanen zu übergeben. Nach einem NATO-Beschluss soll der Kampfeinsatz am Hindukusch bis 2014 beendet werden. US-Außenministerin Hillary Clinton betonte, der Angriff habe keinen Einfluss auf das Engagement der USA in Afghanistan.
Augenzeugen berichteten von Explosionen und Gefechten. Mindestens fünf bewaffnete Angreifer hätten sich in einem im Bau befindlichen Hochhaus am Abdul-Haq-Platz nahe der US-Botschaft verschanzt, sagte der Chef der Kabuler Kriminalpolizei, Mohammad Sahir.
Ein Sprecher der ISAF erklärte, afghanische und ausländische Sicherheitskräfte hätten umgehend und "angemessen" reagiert. Die Truppen würden bei ihrem Einsatz von Hubschraubern unterstützt. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt. Die Gefechte dauerten an.
In anderen Stadtteilen verhinderten afghanische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben weitere Anschläge. Wie Polizeichef Sahir mitteilte, wurde ein mutmaßlicher Selbstmordattentäter erschossen, als dieser versuchte, in das Hauptquartier der Grenzpolizei im Westen der Stadt einzudringen. Zwei weitere mutmaßliche Extremisten seien unweit des Parlaments sowie auf der Straße zum Internationalen Flughafen getötet worden.
Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid bekannte sich zu der Tat. Kämpfer hätten Regierungsgebäude, Einrichtungen des Geheimdienstes sowie die US-Botschaft und weitere diplomatische Vertretungen angegriffen, sagte er. Auch Selbstmordattentäter seien im Einsatz gewesen. Angaben der Aufständischen gelten als wenig zuverlässig und haben sich oft als falsch herausgestellt.
Die Taliban hatten in den vergangenen Wochen zahlreiche Angriffe in Kabul und anderen Teilen Afghanistans verübt. Erst Mitte August hatte ein Selbstmordkommando das britische Kulturinstitut in Kabul angegriffen und neun Menschen getötet, darunter zwei Ausländer. Ende Juni hatten Taliban ein Luxushotel in der Stadt angegriffen und elf Menschen getötet. Die Sicherheitskräfte hatten mehrere Stunden gebraucht, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
In der nördlich von Kabul gelegenen Provinz Parwan kamen Mitte August mehr als 20 Menschen ums Leben, als ein Selbstmordkommando den Amtssitz des Gouverneurs stürmte. Ende Juli attackierten die Taliban in Tarin Kowt in der Südprovinz Urusgan mehrere Regierungsgebäude und töteten mehr als 20 Menschen. Kurz davor war bei einem gezielten Anschlag der Vorsitzende des Provinzrates von Kandahar und Bruder von Präsident Karsai, Ahmad Wali Karsai, ums Leben gekommen.
Quelle: AFP , dpa
stefan schrieb:
am 13. September 2011 um 20:53:06
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Taliban
@nonentity : klar hat jedes volk das recht, in seinem land frei zu leben- aber keiner hat das recht dafür andere hinterhältig zu
ermorden. Kreutzzüge waren schon was länger her, heute zieht keine kirche mehr in den krieg- lerneffekt: genau das fehlt dieser religion (wenn man der koran , und nicht nur stücke daraus, gelesen hat ist auch klar,warum! ) bin laden ist auch nicht ermordet worden- er ist im krieg gefallen ( er hat den usa ja diesen erklärt !!!)
mehr
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Roosevelt schrieb:
am 13. September 2011 um 20:51:32
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Kabul
Da oben waren wir auch schon mal!!!!!! Wenn Taliban irgendwann mal
nach Deutschland angekommen ist , redet man hier bestimmt anders!????
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orzan schrieb:
am 13. September 2011 um 20:49:47
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...@querdenker
heul doch nich man
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