15.02.2012, 20:39 Uhr
Noch ist der Weltraum voll von Abfall, doch ordnungsliebende Schweizer wollen das ändern: Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) gaben die Entwicklung einer "kosmischen Müllabfuhr" bekannt - Reinigungssatelliten, die Weltraumschrott entfernen.
"Es ist inzwischen von grundlegender Bedeutung, die von Weltraumabfall ausgehenden Risiken sehr ernst zu nehmen", sagte der Schweizer Astronaut und EPFL-Professor Claude Nicollier vor Reportern.
Einer Schätzung der NASA zufolge fliegen rund um die Erde 500.000 Objekte, die schnell und groß genug sind, um Schäden an Satelliten oder Raumschiffen zu verursachen. Dabei handelt es sich um Trümmer alter Raketenstufen oder ausgemusterter Satelliten. Und mit jeder Kollision entstehen zahlreiche neue Trümmerteile.
Um diese Gefahren zu beseitigen, sollte nach Überzeugung der Forscher um Zentrumsdirektor Volker Gass eine ganze Mannschaft von Reinigungssatelliten geschaffen und im All auf Schrottjagd geschickt werden. Ein Prototyp mit dem Namen "CleanSpace One" könnte laut EPFL in drei, spätestens aber in fünf Jahren ins All geschickt werden. Dafür sind zunächst Kosten von zehn Millionen Franken (8,5 Millionen Euro) eingeplant.
Für seine kosmische "Putzaktion" soll "CleanSpace One" mit einem neuartigen, für den luftleeren Raum geeigneten Motor ausgerüstet werden. Dieser treibt auch einen Greifarm an, der den Müll an- und einpackt. Das ist vor allem angesichts der Geschwindigkeiten von mehreren Zehntausend Kilometern pro Stunde, mit denen die Teile durchs All schießen, eine komplizierte Operation.
Wenn schließlich so viel "Beute" wie möglich ergriffen wurde, nimmt "CleanSpace One" Kurs in Richtung Erdatmosphäre. Beim Eintreten verglühen die Trümmer - und auch der "Müllabfuhr"-Satellit, weshalb es nach Überzeugung der Schweizer Forscher möglichst viele "CleanSpace"-Nachfolger geben sollte.
Auch um die kosmische Reinigungsmaschine zu testen, soll eines Tages ihre erste Mission darin bestehen, einen der beiden 2009 sowie 2010 ins All geschossenen Schweizer Minisatelliten "SwissCube" und "TIsat" aus dem Verkehr zu ziehen. Halbwegs bezahlbar würden "Müllabfuhr"-Satelliten laut Gass erst, wenn diverse Systeme entwickelt würden und Herstellung sowie Vertrieb durch kommerzielle Unternehmen erfolgten. Die Nachfrage werde wachsen: "Raumfahrtagenturen sind immer stärker gefordert, das, was sie ins All schießen, auch wieder zu entfernen."
Quelle: dapd , dpa
caot schrieb:
am 15. Februar 2012 um 20:56:39
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schrott
toll auf unsere Erde wird viel in Recycling Wiederverwertung gesetzt weil die rohstoffe ausgehen und da wollen die die teile in der
atmosphäre verglühen lassen besser währewenn die teile vieleicht zwischen gelagert werden bis man sie weiter verwenden kann zum beispiel auf den Mond bis dahin sind die ja schon gekommen ! ! !
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Jan schrieb:
am 15. Februar 2012 um 20:53:36
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Geilomat
Ich finde, das ist ne schöne futurstische sache. Und bevor mir was auf den Kopf fällt oder ich kein Fernsehehn mehr gucken kann,
sollte das Projekt mindestens in drei Jahren starten..
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WW schrieb:
am 15. Februar 2012 um 20:49:57
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Schweizer Satelliten sollen Weltraum aufräumen
Das sehe ich genauso wie "Träumer". Wann kann endlich Länder- und
Lobbyübergreifend etwas für die Menschheit und die Forschung getan werden?
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