Peinliche PR-Panne: Deutschland grenzt auf der Karte direkt an Russland (Foto: dpa)
Peinliches Missgeschick der Schweizer Bundesbahnen (SBB): Das Unternehmen hat mit einer Europakarte geworben, auf der Polen fehlt und Deutschland direkt an Russland grenzt. Nach einem schriftlichen Protest der polnischen Botschaft hat sich die Bahn inzwischen entschuldigt.
Laut einer Pressemitteilung der SBB lasse die Auswahl des Motivs das "Gespür für die historischen Hintergründe" vermissen. Das Motiv auf den Umschlägen für internationale Fahrkarten werde künftig nicht mehr verwendet.
SBB-Sprecher Roland Binz verwies allerdings auch darauf, dass es sich bei der Globusabbildung "um einen Wasserball handelt, den man in jedem Geschäft kaufen kann". Die Bahn habe also keine falsche Karte verbreitet.
Auch die Schweiz nicht abgebildet
Mehrere hunderttausend Umschläge zeigten den Globus, der den Grenzverlauf aus dem Zweiten Weltkrieg in Erinnerung ruft und die Welt schematisch auf wenige Länder reduziert. Es fehlen unter anderem auch die Beneluxländer, Dänemark, Tschechien und Ungarn - aber auch die Schweiz.
Zahlreiche Medienanfragen
Die Geschichte war am Donnerstag in der Berner Tageszeitung "Bund" publik gemacht worden, was bei den SBB laut Mitteilung zu zahlreichen Medienanfragen aus dem In- und Ausland führte.