24.10.2011, 12:42 Uhr
Bei der Parlamentswahl der Eidgenossen mussten die Regierungsparteien deutliche Einbußen hinnehmen.
In der Krise suchen die Schweizer Wähler die politische Mitte. Sie stärkten bei den dortigen Parlamentswahlen zwei neue Parteien. Fast alle anderen mussten Federn lassen. Besonders die gegen Ausländer polemisierende SVP bekam eine Quittung.
Die SVP mit ihrer Wahllokomotive, dem provozierenden Unternehmer Christoph Blocher, bekam entgegen der Erwartungen um die zwei Prozentpunkte weniger Stimmen als 2007, bleibt aber stärkste Partei.
Wahlgewinner waren die von der SVP abgespaltene moderatere Partei BDP und die neue Umweltpartei GLP, die unter anderem für den Atomausstieg eintritt. Die Newcomer-Parteien stoppten damit erstmals seit Jahren die Erfolgswelle der SVP, die 30 Prozent der Stimmen als Wahlziel ausgegeben hatte.
Zweitstärkste Partei wird demnach weiterhin die sozialdemokratische SP sein, die auf 17,6 Prozent der Stimmen kam. Die Liberalen der FDP kommen der Hochrechnung zufolge auf 14,7 Prozent, das ist ein Verlust von drei Prozent. Auch die Christdemokratische Volkspartei CVP musste Federn lassen.
Der größte Verlierer der Abstimmung sind laut der Hochrechnung die Grünen. Ihr Stimmenanteil sank von 9,6 auf acht Prozent. Eine Überraschung lieferte hingegen die neue Umweltpartei GLP. Sie kam laut Hochrechnung auf 5,3 Prozent der Stimmen.
In ersten Analysen wurde der Verlust der SVP auch darauf zurückgeführt, dass sie wie schon bei der Wahl 2007 erneut und fast allein auf das Ausländerthema gesetzt hatte. Zwar hat dies auch im Wahlkampf eine bedeutende Rolle gespielt, doch hat das Land die Ausländerproblematik weitgehend im Griff.
Die beiden neuen Parteien stehen für einen gemäßigten Politikstil. Während sich die Grünliberalen als eine Partei der politischen Mitte sehen, will die BDP den strammen national-konservativen Kurs der SVP nicht weiterführen. Sie wurde erst 2008 gegründet und stellt die beliebte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf.
Dagegen werden die bürgerlichen Parteien wie Christdemokraten und vor allem die liberale FDP von den Wählern auch mit den Folgen und Auswüchsen der Finanz- und Bankenkrise in Zusammenhang gebracht.
In der neuen Zusammensetzung müssen die Parteien sich nun Mitte Dezember auf den traditionell siebenköpfigen Bundesrat, die Regierung der Schweiz, einigen. Nach den Regeln der sogenannten Konkordanz stellen immer die vier größten Parteien deren Mitglieder, die wiederum im Konsenz regieren.
Doch da die SVP schon seit der Abwahl ihres Justizministers Blocher nicht mehr in der Regierung vertreten ist und eigentlich auf ein Comeback gesetzt hat, steht sie nun nach ihrer Niederlage vom Sonntag geschwächt da.
Quelle: dapd
Doc Stuttgart schrieb:
am 24. Oktober 2011 um 20:50:17
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Bravo Grün-Liberale - und auch Grüne.!
Auch in der Schweiz ist Ökologie auf der Gewinnerseite, denn sie geht Hand in Hand mit sozialer
Wirtschaft ohne Wachstumswahn! Gruß aus Stuttgart: Köpfchen zeigen - Oben Bleiben!
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Thommy schrieb:
am 24. Oktober 2011 um 19:57:04
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Blick aus CH
Erstmal ein Fehler in dem Bericht,die SVP ist an der Regierung beteiligt,sie stellt mit Hrn. Ueli Maurer Einen Bundesrat für
Verteidigung,Jugend und Sport und wenn sie Frau Wiedmer-Schlumpf nicht ausgeschlossen hätte sogar 2 Bundesräte. Und zu Tom,die Partei habt Ihr,doch welcher anständige Deutsche wählt schon Schwachköpfe von der NPD,Rep`s oder DVU,nur Kohle einstreichen und sonst nix (siehe Sachsen),da kann man auch etablierte wählen.Sonst ist SVP auch gut-hier nix EU und Wirtschaft läuft top
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Ingolf schrieb:
am 24. Oktober 2011 um 19:28:40
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steuermob
... was zu beweisen war! Die Blödheit macht auch vorm Internet kein halt, nicht wahr??
Oder noch Fragen ....
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