10.09.2010, 10:53 Uhr
Polizisten in Biel: Sie werden seit Tagen immer wieder von einem Rentner angegriffen (Foto: Reuters)
In der Schweizer Uhrenstadt Biel beschäftigt ein schießwütiger Rentner seit Tagen ein Großaufgebot der Polizei. Nachdem er bereits am Donnerstag einen Polizisten schwer verletzt hatte, feuerte er in der Nacht zum Freitag erneut auf die Beamten. Dabei sei niemand verletzt worden, teilte die Kantonspolizei Bern mit. In beiden Fällen konnte der 67-Jährige entkommen.
Hintergrund ist anscheinend die geplante Versteigerung des Wohnhauses des Rentners nahe der Innenstadt von Biel. Ein Gericht hatte die Auktion angeordnet. Am Mittwochnachmittag wäre ein Besichtigungstermin gewesen.
Nachdem verschiedene Behörden vergeblich versucht hatten, mit dem Mann zu reden, griff die Polizei ein und der Rentner verbarrikadierte sich. In der Nacht zum Donnerstag fielen dann die ersten Schüsse, ein Polizist wurde am Kopf getroffen. Er ist inzwischen außer Lebensgefahr.
Am Donnerstag hatte die Polizei vergeblich in einem nahe des Tatortes gelegenen Wald nach dem Schützen gefahndet. Er tauchte dann am Freitag kurz nach Mitternacht erneut in der Nähe seines immer noch bewachten Hauses auf und schoss mehrmals auf die Einsatzkräfte, wie die Polizei mitteilte. Eine sofort eingeleitete neue Fahndung, auch mit Hunden und einem Armeehubschrauber mit Wärmekamera, blieb aber wieder ergebnislos.
Quelle: dpa
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