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Schweinegrippe: Millionenverlust durch überzählige Impfdosen

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Millionenverluste durch überzählige Schweinegrippe-Impfdosen

18.03.2010, 14:20 Uhr | apn

Der Impfstoff gegen das H1N1-Virus hat den Bundesländern einen Verlust von möglicherweise mehr als 200 Millionen Euro beschert (Foto: ddp)

Die deutschen Lager für Schweinegrippe-Impfstoffe drohen zum Millionengrab zu werden. Wie aus einer Umfrage hervorgeht, könnte der Verlust aller Bundesländer mehr als 200 Millionen Euro betragen. Um den Schaden für die Steuerzahler zu begrenzen, verhandeln die Länder derzeit mit dem Ausland über einen Teilverkauf der rund 26 Millionen überzähligen Impfdosen.

Nach den vorläufigen Daten aus 13 Bundesländern wurden nicht einmal acht von 34 Millionen Dosen des Impfstoffs verbraucht.

Keine Steigerung von Impfzahlen mehr erwartet

Der Sprecher des niedersächsischen Gesundheitsministeriums, Thomas Spieker, betonte zwar, es handele sich weiterhin um eine Schätzung. "Es ist aber zu erwarten, dass die Zahl der Impfungen nicht mehr exorbitant steigen wird", sagte Spieker und verwies auf laufende Verhandlungen Niedersachsens mit anderen Staaten. Auch Nordrhein-Westfalen versucht derzeit 6,4 Millionen Impfdosen ins Ausland zu verkaufen, wie das NRW-Gesundheitsministerium bestätigte.

Kein Verkauf von Impfdosen nach Afrika

Unterdessen hat das Entwicklungsministerium erneut dementiert, man wolle den Ländern überzählige Impfdosen abkaufen und diese für Afrika zur Verfügung stellen. Es sei nichts gekauft worden und man werde auch in Zukunft definitiv keine Impfdosen kaufen, sagte Sprecher Rolf Steltemeier. Für die vergangene Woche meldete das Robert-Koch-Institut nur 29 neue Fälle der Schweinegrippe in Deutschland. Dass es zu einer zweiten Welle des gleichen Virustyps kommt, gilt in Expertenkreisen inzwischen als fragwürdig. "Ich denke, dass die Wahrscheinlichkeit immer weiter abnimmt", sagte der Direktor des Bremer Instituts für Pharmakologie, Bernd Mühlbauer.

Gesamtschaden wird erst im Juli bekannt

Weil die nächste Grippewelle wohl einen anderen Impfstoff erfordere, würden die eingelagerten Dosen ohnehin unbrauchbar werden, sagte Mühlbauer. Wie hoch der finanzielle Schaden tatsächlich ist, wird wohl frühestens am 1. Juli feststehen. Dann sollen im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover die Ergebnisse der Auswertungen aller Länder verkündet werden, wie Spieker mitteilte. Nach Angaben der Bundesregierung muss bis dahin für jede nicht verwendete Impfdose ein Verlust von 8,33 Euro eingeplant werden.


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Quelle: dapd

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Kommentare (4)

zum Forum

Thema: "Schweinegrippe: Millionenverlust durch überzählige Impfdosen"

Odin schrieb: am 18. März 2010 um 17:14:39
(0) (0) Kosten
Eigentlich müssten unsere Politiker das aus der eigenen Tasche zahlen.

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Nichtimpfer schrieb: am 18. März 2010 um 16:35:22
(0) (0) Das ging wohl in die Hose...
Da haben sich doch ein paar Leute die Taschen gefüllt, mit massivster Unterstützung der Politik (ob die etwas
davon abbekommen haben? Honi soit qui mal y pense) und der Deal ging nicht auf. Aber Deutsche, seid beruhigt. Wir haaben noch genug Tierarten für die in den kommenden Jahren auftreteneden (Tiername)-Grippe. Auf zur nächsten staatlich verordneten Pandemie-Panik... aber, Politiker nicht vergessen, Vogel und Schwein sind raus aus dem Rennen Gute Nacht Deutschland
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Benny schrieb: am 18. März 2010 um 15:04:53
(0) (0) Schweinerei
aber was sind schon 200 Millionen bei den 80 Milliarden neuer Haushaltsschulden? PEANUTS ! Was soll eigentlich das Ausland mit
dem Zeugs anfangen, wenn bei der nächsten Welle der Impfstoff nichts mehr nützt, weil der Virus mutiert ist?Will man etwa ärmere Länder veräppeln, so wie wir veräppelt wurden? Durch wen eigentlich genau ?
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