07.12.2009, 17:03 Uhr
Der Impfstoff gegen die Schweinegrippe findet in Deutschland nicht gerade reißenden Absatz (Foto: dpa) Die Sorgen wegen der Schweinegrippe scheinen bei vielen Bürgern zu schwinden.86 Tote bei 190.000 gemeldeten und etlichen nicht registrierten Fällen scheinen die Menschen nicht so sehr zu schrecken, dass sie sich impfen lassen. Die zuständigen Bundesländer suchen sogar schon Abnehmer für überzähligen Impfstoff. Mehr als zwei Millionen Dosen sollen ins Ausland gehen. Auf den Kosten für nicht gebrauchtes Serum bleiben die Länder sitzen. Doch Bundesregierung und Ärzte warnen: Die Menschen sollten das Virus weiter ernst nehmen - wegen möglicher Mutationen und einer möglichen zweiten Welle. Diese könnte sogar ernster als die bisherige sein. Gerade jetzt sei eine Impfung wichtig, mahnt Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) nach einem Spitzentreffen mit Ärzte- und Krankenkassen-Vertretern.
Noch vor wenigen Wochen sah es so aus, als gingen Impfwillige reihenweise leer aus. "Die Lieferung war in einzelnen Bundesländern völlig chaotisch", kritisiert der Präsident des Verbands der Kinder- und Jugendärzte, Wolfram Hartmann. Nicht alle könnten geimpft werden, musste Rösler beim ersten Impfgipfel vor einem Monat berichten.
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Quelle: dpa
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