Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten >

Schweinegrippe: Kanada ruft Impfstoff zurück - Tod in Mainz ungeklärt

...

Kanada ruft Impfstoff zurück - Tod in Mainz ungeklärt

25.11.2009, 10:26 Uhr

Schweinegrippe: Impfstoff-Hersteller GlaxoSmithKline hat seinen Hauptsitz in Deutschland in Dresden (Foto: dpa) Logo am Sitz in Dresden: Impfstoff-Hersteller GlaxoSmithKline (Foto: dpa)Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline hat eine Charge seines Impfstoffs Pandemrix gegen die Schweinegrippe in Kanada zurückgerufen. Zugleich ist die genaue Todesursache bei dem achtjährigen Mädchen, das an der Schweinegrippe erkrankt war und in der Mainzer Uniklinik verstarb, noch immer unklar.

In Kanada wurden Mediziner angewiesen, Dosen aus der betroffenen Charge nicht zu verwenden, da das Mittel lebensbedrohliche Allergien auslösen könne, hieß es. Tatsächlich kam es bei zahlreichen Patienten zu schweren allergischen Reaktionen. Die kanadischen Behörden wollen das jetzt prüfen. Es handele sich um 172.000 Impf-Einheiten, die in Kanada zurückgerufen werden, erklärte die Sprecherin von GlaxoSmithKline. Insgesamt seien 7,5 Millionen Impf-Dosen nach Kanada geliefert worden.

Impf-Empfehlung bleibt bestehen

Ob Personen, die sich impfen lassen wollen, auch in anderen Ländern, etwa in Deutschland gefährdet sein könnten, dazu wurden keine Angaben gemacht. Die Weltgesundheitsorganisation erklärte lediglich, es müsse "geklärt werden, was in Kanada passiert ist". Die WHO-Empfehlungen zur Impfung etwa mit Pandemrix gegen das H1N1-Virus bleiben jedoch unverändert bestehen.

t-online.de ShopMit diesen Produkten bleiben Sie gesund

WHO: Geringe Todesrate

Vergangene Woche hatte die WHO erklärt, dass bei der Untersuchung der bislang weltweit 30 Todesfälle nach Impfungen gegen die Schweinegrippe kein ursächlicher Zusammenhang zwischen Impfung und Tod nachgewiesen worden sei. Verglichen mit den bislang mindestens 65 Millionen weltweit verabreichten Impfstoffdosen sei die Zahl der Todesfälle äußerst gering.

Keine Klarheit in Mainz

Nach dem Tod eines achtjährigen Mädchens mit Schweinegrippe in der Mainzer Universitätsklinik bleibt die genaue Ursache vorerst unklar. Ob das Kind am H1N1-Virus oder an einer anderen Infektion gestorben sei, müsse noch geklärt werden, erklärte der Chef der Universitätsmedizin, Norbert Pfeiffer, bei einer Pressekonferenz. Derweil informierte die Gesundheitsbehörde in Bremerhaven am Nachmittag über den Tod einer 31 Jahre alten Frau ohne Vorerkrankung.

Plötzlich setzte alles aus

Die Grundschülerin aus Mainz war am späten Freitagabend von ihren Eltern in die Kinderklinik der Uni gebracht worden. Sie litt da bereits seit zwei Tagen an einer Erkältung und klagte über Bauchweh und Atembeschwerden. Auf dem Weg zur Untersuchung setzten Atmung und Herzschlag des Kindes plötzlich aus. Obwohl Spezialisten für Wiederbelebung in weniger als einer Minute bei dem Kind gewesen seien, hätten sie das Mädchen nicht mehr retten können, versicherte Norbert Pfeiffer.

Lunge und Herz waren geschwächt

Nach Angaben des Leiters der Rechtsmedizin der Uniklinik, Reinhard Urban, ist inzwischen erwiesen, dass die Schülerin mit dem Schweinegrippe-Virus infiziert war. "Sehr wahrscheinlich" sei auch, dass Lungen und Herzmuskel des Mädchens von Viren befallen waren. Die Herzmuskelentzündung sei wohl die Todesursache. Unklar ist jedoch, ob der Herzmuskel vom Schweinegrippen-Virus oder von einem anderen Erreger geschwächt war. Weitere Untersuchungen sollen dies bis spätestens Anfang kommender Woche klären.

Warnung vor Hysterie

Norbert Pfeiffer warnte angesichts des tragischen Tods der Schülerin dennoch vor Hysterie. Die Krankheit verlaufe meist leicht. Allein in der Landeshauptstadt Mainz leben rund 30.000 Kinder, von denen nach Schätzungen der Uni-Mediziner in den zurückliegenden Wochen bis zu einem Viertel die Schweinegrippe durchgemacht haben, ohne ernsten Schaden zu nehmen. Der Fall zeige aber auch, dass die Schweinegrippe nicht harmlos sei, sagte Pfeifer.

Auch junge Menschen gefährdet

Die vom Staatsanwalt veranlasste Obduktion der 31-Jährigen aus Bremerhaven bestätigte ebenfalls den Verdacht auf eine Infektion mit dem Virus der Schweinegrippe. Die Todesursache aber war eine schwere Lungenentzündung, erklärte die Gesundheitsbehörde. Nach Beginn einer ärztlichen Behandlung sei die Frau zu Hause geblieben, wo sie am Sonntag verstarb. Die Bremer Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter zeigte sich betroffen: "Leider bestätigen sich hierdurch Meldungen aus dem In- und Ausland, dass die Schweinegrippe durchaus für jüngere Menschen auch ohne Vorerkrankungen gefährlich werden kann."



Quelle: dapd

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Schweinegrippe: Kanada ruft Impfstoff zurück - Tod in Mainz ungeklärt" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Schweinegrippe: Kanada ruft Impfstoff zurück - Tod in Mainz ungeklärt" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (0)

zum Forum

Thema: "Schweinegrippe: Kanada ruft Impfstoff zurück - Tod in Mainz ungeklärt"

Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr
Downloads & Shops

Dragon Naturally Speaking Home 11
Dragon NaturallySpeaking Home 11 ohne Hardware

Das PC-Diktat zum Sonderpreis. Download

WISO Sparbuch 2012
WISO Steuer-Sparbuch 2012

Holen Sie das Beste aus der Steuererklärung - Ihr Geld. Download

Drei auf einen Streich
Das Rettungs-Simulationspaket (Quelle: rondomedia)

Polizei-, Feuerwehr- und Rettungswagen-Simulator. Jetzt kaufen

"Die drei Musketiere"
"Die drei Musketiere"

Einer für alle und alle für einen! Neuverfilmung mit Topbesetzung hier!

Klima & Umwelt
Der globale Klimawandel
CO2-Emmissionen der Industrie tragen zur Erderwärmung bei. (Quelle: Reuters)

Die Folgen der Erderwärmung für Mensch und Tier. Klima-Special


Shopping

Einkaufswelt
Schuhe shoppen lohnt sich!
Treue wird belohnt bei imwalking.de (Quelle: sg)

Als Dank für Ihre Bestellung gibt’s 10,- € & einen Korb XXL im Wert von 20,- € geschenkt! von imwalking.de

Einkaufswelt
Stilvoll bei jedem Wetter
Damenmode perfekt für jedes Wetter - von mona.de

Perfekt in Qualität und Passform: topaktuelle Damenmode mit Stil für jedes Wetter. von mona.de

Einkaufswelt
Ein Preis in alle Netze
Ein Preis in alle Netze von congstar.de

Der Tarif ohne böse Überraschung. Nur 9 Cent je Minute und SMS.
von congstar.de



Aus anderen Bereichen

Schönreden bei Bayer: Völler wird pampig
Rudi Völler zeigte sich wenig taktvoll vor den TV-Kameras.  (Quelle: imago)

Sportdirektor lässt keine Kritik zu. mehr

Die Kombi-Rente kommt schon bald
Älltere Menschen sollen früh in den Ruhestand gehen können - und hinzuverdienen (Quelle: imago)

Ältere dürfen mehr hinzuverdienen. mehr

Whitney Houstons Entdecker feierte Party
Clive Davis entdeckte Whitney Houston 1983 und ist einer der erfolgreichsten Musikmanager Amerikas. (Quelle: dpa)

Nebenan wurde ihre Leiche abgeholt. mehr


Anzeigen

Anzeige
Anzeige
Einkaufswelt
Unglaubliche Ersparnis
Tiefpreise: Patronen für Canon-Drucker bei druckerzubehoer.de

Bis zu 92% auf Patronen für Canon-Drucker. von druckerzubehoer.de

Special
Die neuen Kriege
US-Soldaten beim Einsatz in Afghanistan (Quelle: Reuters)

Moderne Kriegsführung und moderne Waffen. mehr

Special
Islamische Welt in Aufruhr
Massenproteste im Maghreb: Die arabische Welt ist in Aufruhr (Foto: Reuters)

Aktuelles, Hintergründe, Analysen aus den Krisengebieten. mehr

Anzeige
Augenblicke
Fotos des Tages
Ein Model kommt auf seinen XL-Absätzen ins Straucheln. (Quelle: AP\Bebeto Matthews)

Beeindruckende Bilder und Schnappschüsse. mehr

Regionale Nachrichten
News aus Ihrer Region
Nachrichten aus Ihrer Region (Foto: imago)

Aktuelle Meldungen aus den Bundesländern. mehr

t-online.de auf Facebook
(Foto: Imago/Montage t-online)

Jetzt Fan werden und mitreden! mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche
Das Satellitenbild zeigt die schneebedeckten Alpen, die sich von Frankreich über Italien, die Schweiz, Deutschland und Liechtenstein bis nach Slowenien erstrecken. An der französisch-italienischen Grenze liegt der Mont Blanc, mit 4810 Metern der höchste Gipfel der Alpen. Insgesamt gibt es in der Bergkette über 20 Gipfel, die höher als 4000 Meter sind. (Quelle: ESA)

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Quiz
Rätseln Sie sich schlau!
(Montage: t-online.de)

Quiz bei t-online.de: Testen Sie Ihr Wissen. zur Quiz-Seite

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige