02.12.2011, 07:04 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Berlin (dpa) - Großunternehmen mit Bundesbeteiligung sollen nach den Vorstellungen von Familienministerin Kristina Schröder (CDU) bei der Frauenförderung vorangehen - und zwar ab 2013.
Dies sieht ein von Schröder erarbeiteter Gesetzentwurf zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern vor. Er liegt der Nachrichtenagentur dpa in Berlin vor.
Darin ist für Unternehmen mit mindestens 25 Prozent Beteiligung des Bundes vorgesehen, dass Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat zu einem jeweils individuell festgesetzten Anteil - der sogenannten Flexiquote - vom 1. Januar 2013 an vertreten sein müssen. Bis Anfang 2015 soll die Regelung dann für alle börsennotierten oder der Mitbestimmung unterliegenden Unternehmen gelten.
Schröder hat ihren Gesetzentwurf seit Anfang Oktober fertig. Er schmort seither in den Schubladen des Ministeriums, weil sich CDU, CSU und FDP noch nicht einig sind. Erst wenn sich die Partei- und Fraktionsspitzen von Union und FDP verständigt haben, kann der Gesetzentwurf mit den anderen Ministerien abgestimmt werden.
Komplette Gleichberechtigung - also ein Frauenanteil von mindestens 50 Prozent - strebt der Gesetzentwurf für jene Gremien an, in die der Bund Mitglieder beruft oder entsendet. Über Fortschritte sollen die obersten Bundesbehörden jährlich berichten.
Die von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedliche Flexiquote soll vom Aufsichtsrat von Jahr zu Jahr in einer Stufenlösung neu festgelegt werden. Angepeilt ist, dass bis 2020 der Frauenanteil im Management oder den Aufsichtsgremien auf bis zu 35 Prozent steigt. Dazu haben sich die Dax-Konzerne freiwillig selbst verpflichtet. Einige haben sich aber auch deutlich niedrigere Ziele gesetzt.
An der Frauenquote scheiden sich koalitionsintern die Geister: Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) fordert eine für alle Großunternehmen verpflichtende Frauenquote von einheitlich 30 Prozent bis 2018. Die FDP will so wenig Festlegungen wie möglich. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt wie Schröder eine feste Frauenquote ab.
Vorstöße von SPD und Grünen, die in den Aufsichtsräten eine Frauenquote von 40 Prozent durchsetzen wollen, wurden am Freitag vom Bundestag mit Koalitionsmehrheit abgelehnt - auch wenn die Frauen aus der Unions-Fraktion grundsätzliche Sympathie für die Initiative signalisierten. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert darüber hinaus eine Frauenquote für die Vorstandsetagen. "Auch hier müssen die Unternehmen verbindlich in die Pflicht genommen werden", sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock. "Die Zeit der freundlichen Appelle muss vorbei sein."
Quelle: dpa
G.M. schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 18:21:56
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Die Frau ist eine (unfähige) Zumutung
An Unfähigkeit und vor allem Populismus wird Schröder nur noch von Frau von der Leyen
übertroffen!Die Frau in einer Talkshow,da bluten einem die Ohren wie diese Frau permanent,auf dreisteste Art und Weise lügt und Fragen ausweicht!
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Dr. U. schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 17:42:24
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Quotendiskussion
Ich habe den Eindruck, das es den Regierenden gar nicht um die Fachfrage zu Quote oder Nichtquote geht sondern um die
demonstrative Gängelung des Einzelnen als Ausdruck von Macht. Hier muss mit Gewalt ein Primat der Politik über die Wirtschaft demonstriert werden. Sie beißen damit aber die Hand, die sie füttert.
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KlausM schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 15:22:08
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Quote
In der Politik ist es wie im Berufsleben - könnte man die "Jungen" nicht so lange wegsperren bis sie gelernt haben ihr Hirn
richtig einzusetzen? Rösler verzapft nur Mist, Köhler, Merin usw. - die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Jung, dynamisch, leider erfolglos und austauschbar. Ich verstehe langsam, dass sich viele die "alten Zeiten" herbeiwünschen. Wo bitte ist der Nachwuchs von Brandt, Wehner, Genscher und Schmidt? Und Leuten, die nur von Sachen reden, die sie verstehen?
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