20.07.2011, 09:09 Uhr
In der Traueranzeige rechnen die Angehörigen von Thomas Bögerl mit der Öffentlichkeit ab (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Nach dem Selbstmord des Bankiers Thomas Bögerl haben die Angehörigen die Polizei kritisiert und die Gerüchte um den Fall beklagt. Bögerl, dessen Frau entführt und ermordet worden war, habe die "erfolglosen polizeilichen Ermittlungen, die unsäglichen Verleumdungen und den zuletzt daraus resultierenden Abschied aus seinem Beruf nicht mehr ertragen können", heißt es in der Anzeige in der "Heidenheimer Zeitung".
Die Anzeige haben Bögerls 26 und 28 Jahre alte Kinder, seine Mutter und weitere Verwandte aufgegeben. Am Montag soll Thomas Bögerl im engsten Familienkreis beigesetzt werden, berichtet "Bild".
Ein Polizeisprecher wollte die Anschuldigung in der Traueranzeige nicht kommentieren. Bögerl hatte sich vor wenigen Tagen, gut ein Jahr nach der Entführung und dem Mord an seiner Frau, im Fitness-Raum seines Hauses erhängt. In Heidenheim hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, der Sparkassenchef könne vielleicht etwas mit der Tat zu tun haben. Die Ermittler hatten immer wieder erklärt, hierfür gebe es keine Belege.
Im Fall Maria Bögerl fehlt bis heute eine heiße Spur. Sie war am 12. Mai 2010 aus dem Haus der Familie entführt worden. Eine Lösegeld-Übergabe scheiterte. Die Leiche der 54 Jahre alten Frau wurde 22 Tage später in einem Waldstück entdeckt.
Thomas Bögerl litt seit der Ermordung seiner Frau Maria offenbar unter schweren Depressionen. zum Video
Quelle: dpa
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