09.01.2012, 17:48 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Wellington (dpa) - An dem zerbrochenen Wrack der "Rena" vor Neuseeland haben sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet: Neue Öllachen wurden an den nur wenige Kilometer entfernten Stränden im Nordosten der Nordinsel und auf der Leisure-Insel angespült.
Säuberungsmannschaften waren im Einsatz, um den öligen Schlick einzusammeln, teilte die Schifffahrtsbehörde NMZ mit. Patrouillen fanden zwei verschmutzte Vögel. Am Waihi-Strand wurden Bruchteile zerschmetterter Container angespült. Die Marine war im Einsatz, um die wichtigsten Schifffahrtsstrecken auf versunkene und damit gefährliche Container abzusuchen. Mehrere hundert sind bei dem Unglück am Wochenende wahrscheinlich ins Meer gerutscht.
Die beiden Wrackteile saßen unterdessen weiter auf dem Riff fest. Die See war noch zu rau, um Experten an Bord zu lassen. Am Wochenende waren meterhohe Wellen über das Riff gepeitscht und hatten das schwer beschädigte Wrack auseinandergerissen. Für die Rettungsdienste war das der Supergau: Sie waren seit Wochen dabei, die Container einzeln auf andere Schiffe umzuladen und wollten das Wrack dann möglichst umweltschonend bergen. Die Aktion musste aber wegen schlechten Wetters unterbrochen werden.
Durch das Unglück entstand nach Expertenschätzung ein Schaden in dreistelliger Millionenhöhe. "Es ist davon auszugehen, dass sich das Gesamtvolumen der Schäden auf bis zu 150 Millionen US-Dollar (118 Mio. Euro) summieren wird", erklärte Olaf Fölsch, Schifffahrtsexperte beim Versicherungsmakler Aon am Montag in Hamburg.
Das unter liberianischer Flagge fahrende Containerschiff war im Oktober nur 22 Kilometer vor der Küste von Tauranga auf ein Riff gelaufen. Es verlor 360 Tonnen Öl. Mehr als 2000 Vögel wurden verschmutzt und verendeten. Spezialisten pumpten Hunderte Tonnen Öl ab, aber in den Tanks verblieben Reste. Durch den Riss trat das Öl nun aus. Der philippinische Kapitän und ein Offizier sind wegen fahrlässiger Schiffsführung angeklagt.
Quelle: dpa
blinker schrieb:
am 9. Januar 2012 um 20:55:13
(0)
(0)
Katastrophe
Eine Katastrophe für die Natur, aber wenn man weiterhin so fahrlässig mit dem Transport von hochgiftigen Stoffen umgeht, dann
hat man es nicht besser verdient, schade nur für die Meereslebewesen. Für die Menschen kann man leider nur noch begrenzt Mitleid empfinden, dulden sie doch mehr oder weniger - aus welchen Gründen auch immer - diese Art der Umweltvernichtung. Erst wenn die letzte Kreatur der Meere vernichtet ist, kommen die Menschen möglicherweise zur Besinnung.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Entdecken Sie jetzt die modischen Hosen der Saison – in exzellenter Passform! von AtelierGS