12.10.2011, 10:20 Uhr
Ein Schiffswrack mit mehr als 200 Tonnen Silber an Bord wurde jetzt im Atlantik entdeckt. Der heutige Wert der Ladung dürfte bei über 141 Millionen Euro liegen. Das berichtet der britische Sender BBC. Es dürfte der größte Silberschatz sein, der jemals im Meer entdeckt wurde. Doch das Silber ist noch nicht gehoben, und den Bergungsspezialisten läuft die Zeit davon.
Gerade einmal zwei Jahre hatten die privaten Schatzsucher von Odyssey Marine Exploration Zeit, um das Wrack der "SS Gairsoppa" auf eigene Kosten zu suchen, Fundort und Wrack zu dokumentieren und die Ladung zu bergen. Als Lohn winkt ihnen immerhin der größte Teil der "Beute": 80 Prozent geht an die Bergungsfirma, die verbleibenden 20 Prozent an Großbritannien. Misslingt das Vorhaben jedoch, so bleibt die Firma auf immensen Kosten sitzen.
Der erste Schritt ist nun geschafft: Die Spezialisten entdeckten die "Gairsoppa" in etwa 4700 Metern Tiefe. Den genauen Ort wollen die Schatzsucher nicht verraten, nur soviel: Das Wrack liegt 300 Seemeilen vor der irischen Küste.
Das Schiff fuhr ursprünglich über 20 Jahre lang als Fracht- und Passagierdampfer bis in den Fernen Osten, nach Australien und Ost-Afrika. Im Januar 1941 wurde es auf seiner Heimreise aus Kalkutta für britische Kriegstransporte verpflichtet. Doch diese neue Aufgabe brachte der "Gairsoppa" kein Glück.
Der schwere Frachter schloss sich einem Konvoi an, um sich unter den Schutz eines Geleitzugs zu begeben. Aber Stürme machten es dem alten, vollbeladenen Dampfschiff schwer, Anschluss zu halten. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von gerade einmal zehn Knoten war die "Gairsoppa" einfach zu träge. Als der Brennstoff zur Neige ging und sich das Wetter weiter verschlechterte, sah sich der Kapitän gezwungen, den Geleitzug zu verlassen und nach Galway in Westirland abzulaufen.
Auf dem Weg zur irischen Küste ortete ein deutsches Aufklärungsflugzeug die "Gairsoppa". Am 17. Februar 1941 wurde sie von U-Boot 101 torpediert und versenkt. 85 Menschen befanden sich an Bord. Obwohl die Mannschaft wohl die drei Rettungsboote noch zu Wasser lassen konnte, erreichte 13 Tage später nur ein einziger Überlebender die irische Küste.
Sollten sich noch menschliche Überreste an Bord des Wracks befinden, wird es wohl eine heftige Kontroverse über das weitere Verfahren geben. Schon jetzt wurde der Vorwurf geäußert, die Schatztaucherei sei eine Störung der Totenruhe und die Entweihung eines Seegrabes aus Profitgründen. Für den Fall, dass tatsächlich noch etwas von den Mannschaftmitgliedern gefunden würden, enthält der Bergungsvertrag strikte Regeln, die bei der Bergung einzuhalten sind. Ob in diesem Zusammenhang auch ein Abbruch der Arbeiten vorgesehen wäre, ist nicht bekannt. Dann bliebe der millionenschwere Silberschatz weiter an Bord der "Gairsoppa".
Quelle: t-online.de
kuki schrieb:
am 26. September 2011 um 21:21:29
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gold
mal wieder werden die girichsten die ladund bekommen aber der einzige Überlebender wenn er noch lebt geht leer aus,wie immer
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