06.09.2010, 09:33 Uhr
Bei einem Schiffsunglück in der Demokratischen Republik Kongo sind möglicherweise bis zu 200 Menschen ums Leben gekommen. Das Schiff beförderte auf dem Fluss Kensai Fahrgäste und Benzinfässer, geriet nach Angaben eines Überlebenden in Brand und kenterte. Nur 15 der Passagiere konnten sich demnach retten, rund 200 seien ertrunken.
Zwei Besatzungsmitglieder wurden festgenommen, die Behörden nahmen die Ermittlungen auf. Sollten sich die Angaben bestätigen, wäre es eines der schwersten Schiffsunglücke in Afrika in diesem Jahr.
Das Unglück ereignete sich nach Angaben des Überlebenden, Fabrice Muamba, nahe dem Dorf Mbendayi nördlich der kongolesischen Grenze zu Angola. Bootsbesitzer Mwamba Mwati Nguma Leonard berichtete, ein Überlebender und ein Angestellter hätten ihm telefonisch gesagt, dass Arbeiter Benzin verschüttet und den Motor angelassen hätten. Daraufhin sei der Brand ausgebrochen. Die genaue Zahl der Menschen an Bord ist nicht bekannt.
Der Kongo verfügt nur über rund 500 Kilometer ausgebaute Straßen. Deshalb sind Boote und Schiffe in dem riesigen afrikanischen Land ein beliebtes Transportmittel, obwohl die Gefährte oftmals in schlechtem Zustand und überladen sind. Die meisten Passagiere können in der Regel nicht schwimmen.
Erst im Juli kamen bei einem Schiffsunglück im Kongo mindestens 80 Menschen ums Leben. Das Schiff war gekentert, nachdem es auf einen Felsen aufgelaufen war.
Quelle: dapd
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