26.10.2011, 14:32 Uhr
Ex-Soldat Patrick S. ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden (Quelle: dpa)
Gut zehn Monate nach dem tödlichen Schuss auf einen Kameraden in Afghanistan ist ein früherer Bundeswehrsoldat zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht Gera sah es als erwiesen an, dass sich der 21-Jährige der der fahrlässigen Tötung und des Ungehorsams in einem besonders schweren Fall schuldig gemacht hat.
Er habe die Waffe spielerisch in Richtung seines Kameraden gehalten und bewusst den Abzugshebel betätigt, sagte der Vorsitzende Richter Martin Richter. Der junge Mann sei aber davon ausgegangen, dass die Pistole nicht geladen war. Der Angeklagte sei kein Rambo-Typ, sondern habe einen einmaligen, erschreckenden Aussetzer gehabt. "Er muss lernen, dieser bitteren Wahrheit ins Auge zu sehen", sagte Giebel.
Der Angeklagte habe gegen die grundlegende Regel verstoßen, die Waffe nie auf einen Kameraden zu richten, sagte der Richter. "Aus seiner Sicht hatte die Waffe die Qualität eines Spielzeugs." Der Vorfall in einem Feldlager in der Unruheprovinz Baghlan hatte im vergangenen Dezember auch den Weihnachtsbesuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Afghanistan überschattet.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren gefordert, die Verteidigung auf eine Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren plädiert. Weder die Kontrollen durch Vorgesetzte noch die Ausbildung der jungen Soldaten im Feldlager seien ausreichend gewesen, argumentierte Verteidiger Sebastian Weber.
Der Vorsitzende Richter hielt dem entgegen, der junge Soldat hätte auch ohne die Belehrung durch Vorgesetzte wissen müssen, dass er seine Waffe nicht auf Kameraden richten dürfe. "Das ist eine Regel, die jeder Mensch als Kind lernt." Zugleich sei die Situation der Soldaten im Feldlager aber extrem schwierig. Die Bundeswehr habe die jungen Soldaten im Zelt unter sich gelassen, ohne ihnen erfahrene Kameraden zur Seite zu stellen.
Quelle: dpa
Horst schrieb:
am 26. Oktober 2011 um 19:31:43
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Bundeswehr
Ich habe von 1960 bis 1964 bei der Bundeswehr gedient so was währe bei uns
unmöglich gewesen die Bundeswehr ist heute eine
Lachnummer wie unsere
Regierung in Berlin schlecht ausgebildet und solche Bubis schickt man
in den Kampfeinsatz
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verworfene Kreatur schrieb:
am 26. Oktober 2011 um 19:17:57
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Ich habe bei der Bundeswehr...
...gelernt, dass man eine Waffe immer so handhaben soll, als wenn sie geladen wäre!!!! Und jedesmal, bevor
die Waffe gereinigt, übergeben oder überhaupt mit ihr hantiert wird, musste vorher der Ladezustand überprüft werden. War die Waffe eine längere Zeit "am Mann" und der Soldat wusste nicht augenblicklich über den momentanen Zustand Bescheid, der konnte sein Wochenende in der Waffenkammer beim Reinigen verbringen!!! Und ich war nur Inst- Soldat!! Keine Kampfeinheit!!!
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Jürgen schrieb:
am 26. Oktober 2011 um 18:45:35
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Witzurteil
Ein Witz!!! Das war eindeutig Mord. Der Typ gehört an die Wand gestellt.
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