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Schießunfall: Bundeswehrsoldat von Zeugen schwer belastet

...

Bundeswehrsoldat spielte vor dem Todesschuss mit seiner Waffe rum

04.10.2011, 16:32 Uhr

Der 21-jährige Angeklagte vor dem Landgericht Gera. Es sind noch drei weitere Prozesstermine angesetzt (Quelle: dpa)

Der 21-jährige Angeklagte vor dem Landgericht Gera. Es sind noch drei weitere Prozesstermine angesetzt (Quelle: dpa)

Im Prozess um den tödlichen Schuss eines Bundeswehrsoldaten auf einen Kameraden in Afghanistan hat ein Zeuge von Spielereien mit der Waffe berichtet.

Minuten bevor der Schuss gefallen sei, hätten er und der Angeklagte "Blödsinn" mit der ungeladenen Waffe gemacht, sagte der 22 Jahre alte Zeitsoldat vor dem Landgericht Gera. Ob sein Kamerad auch beim tödlichen Schuss spielerisch abgedrückt habe, habe er nicht gesehen.

Poserfotos und Waffenspiele waren angeblich an der Tagesordnung

Zum Zeitpunkt des tödlichen Schusses habe der Angeklagte den Arm nahezu ausgestreckt in Richtung seines Kameraden gehalten, sagte der Zeuge. Ob er abgedrückt habe, konnte dieser aber nicht sagen.

Ein weiterer 21-Jähriger, der mit dem Angeklagten und dem getöteten Soldaten im selben Zelt wohnte, sprach von spielerischem Zielen auf andere Menschen. Andere Zeugen berichteten, es sei öfter vorgekommen, dass Soldaten eine Pistole in die Hand genommen und "Poserfotos" gemacht hätten. Sie sagten übereinstimmend aus, dass bei vielen mit zunehmender Einsatzzeit in Afghanistan der Respekt vor der Waffe gesunken sei.

Anklage wegen fahrlässiger Tötung und Ungehorsams

Der ebenfalls 21 Jahre alte Angeklagte wird der fahrlässigen Tötung und des Ungehorsams in besonders schwerem Fall beschuldigt. Er soll im Dezember 2010 im Zelt in der afghanischen Unruheprovinz Baghlan spielerisch auf den Kopf seines Kameraden gezielt und diesen versehentlich erschossen haben. Der Angeklagte, der inzwischen aus der Bundeswehr entlassen wurde, macht eine Fehlfunktion der Pistole für den Schuss verantwortlich.


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Kommentare (1)

zum Forum

Thema: "Schießunfall: Bundeswehrsoldat von Zeugen schwer belastet"

Lafette schrieb: am 4. Oktober 2011 um 17:23:40
(1) (0) Schießunfall:Bundeswehrsoldat vo Zeugen schwer belastet.
Meine Mutmaßung: Mangelnde Dienstaufsicht.Selbstverständlich brauch tman den
selbständig u. eigenverantwortlichen Soldaten im Rahmen der Auftragstaktik.Doch solche,wenn auch noch nicht bewiesenen, Spielereien dürfen auch im Einsatz nicht vorkommen.Hier ist permanente Dienstaufsicht zwingend.Schon der Versuch von Verstößen gegen die Sicherheit mit Waffen ist disziplinarisch zu ahnden.Wie hieß es immer so schön:Mannschaft,Waffen u. Gerät vollzählig u. vollständig,Sicherheit überprüft!Nur so gehts
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