19.02.2010, 10:52 Uhr
Sauerland-Prozess: Der Angeklagte Daniel Sch. hatte die versuchte Tötung eines Polizisten gestanden (Foto: dpa)Im Prozess um die Attentatspläne der mutmaßlichen Sauerland-Terroristen hat die Bundesanwaltschaft hohe Haftstrafen für die vier Angeklagten beantragt. Die beiden deutschen Konvertiten Daniel Sch. und Fritz G. sollen für 13 Jahre beziehungsweise zwölf Jahre und sechs Monate ins Gefängnis, forderten die Ankläger vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. Der türkische Staatsbürger Adem Y. soll für elfeinhalb Jahre, der eingebürgerte Türke Atilla S. für fünf Jahre und sechs Monate hinter Gitter.
Die Bundesanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, mit gewaltigen Autobomben einen für die Bundesrepublik einzigartigen Massenmord geplant zu haben. Die Islamisten seien aus religiöser Verblendung von einem unbändigen Hass auf US-Soldaten getrieben gewesen und hätten auch vor der Tötung unschuldiger Frauen und Kinder nicht zurückgeschreckt. Drei der mutmaßlichen Terroristen waren nach monatelanger Observierung am 4. September 2007 von Elitepolizisten der GSG 9 in einem Ferienhaus im sauerländischen Medebach-Oberschlehdorn festgenommen worden.
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Von rechts nach links: Adem Y., Fritz G., Atilla S. und Daniel Sch. Die Mitglieder der sogenannten Sauerland-Gruppe (Foto: dpa)
Quelle: dpa , AFP
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