17.06.2011, 13:11 Uhr
Mehrere Frauen in Saudi-Arabien haben sich laut Berichten im Internet hinter das Steuer gesetzt, um gegen das Autofahrverbot in dem streng religiösen Land zu protestieren. Sie reagierten damit auf einen Aufruf der Internet-Kampagne "Women2Drive", am 17. Juni trotz des Verbots Auto zu fahren. Daraufhin sind Dutzende langbärtige Islam-Polizisten in Riad aufmarschiert, um die Frauen am Autofahren zu hindern.
Augenzeugen in der saudischen Hauptstadt sahen die Vertreter der Behörde für die Förderung der Tugend und die Verhinderung des Lasters rund um die König-Abdulasis-Straße.
Mit der Aktion soll der Druck auf die Regierung erhöht werden, das Verbot für Frauen endlich abzuschaffen. In Internet-Foren wurden von ersten Fahrten mit Frauen hinterm Steuer berichtet. Am frühen Morgen hatte eine saudische Frau bereits ein Video auf der Internet-Plattform Youtube veröffentlicht, das sie bei einer Autofahrt zeigt. Die Frau, deren Gesicht nicht zu erkennen ist, erklärt, sie habe die Aufnahme an diesem Freitag vor Sonnenaufgang in Riad gemacht.
Die Organisatorinnen der Fahrproteste betonen, dass es in Saudi-Arabien kein Gesetz gibt, das Frauen das Fahren verbietet, sondern lediglich eine als Fahrverbot interpretierte Fatwa - ein religiöses Rechtsgutachten. Dieses macht das Fortkommen für Frauen zu einem schwierigen Unterfangen: Entweder müssen sie sich von den Männern aus ihrer Familie fahren lassen oder Chauffeure engagieren - und das, obwohl viele Frauen schon längst im Ausland ihren Führerschein gemacht haben.
Frauenrechtsaktivistin Wadschiha al-Huwaider glaubte allerdings nicht, dass der Aufruf von "Women2Drive" massiv befolgt wird: "Ich rechne nicht mit einem Großereignis, wie sich die Menschen im Ausland das vielleicht vorstellen", sagte sie. Die jüngsten Festnahmen mehrerer Aktivistinnen, die dem Verbot öffentlich getrotzt hatten, habe viele Frauen eingeschüchtert.
Zahlreiche Islamgelehrte hatten sich in den vergangenen Wochen gegen eine Aufhebung des Verbots ausgesprochen, das mit den "Traditionen des Königreichs" begründet wird. Eine alleinerziehende, berufstätige Mutter aus der saudischen Ost-Provinz hatte im Mai mehrere Tage in einem Frauengefängnis verbracht, nachdem sie mit dem Auto gefahren war.
Eine Gruppe saudischer Männer hatte zuletzt erklärt, sie wollten das Fahrverbot notfalls mit Gewalt durchsetzen. Sie wollten die widerspenstigen Frauen mit den schwarzen Riemen schlagen, mit denen arabische Männer ihre traditionelle Kopfbedeckung befestigen.
Quelle: dpa , AFP , dapd
Entwicklungs schrieb:
am 17. Juni 2011 um 18:04:01
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Hilfe
Ich bitte um eine Krisenkonferenz der Präsidenten aus England, Frankreich und USA zwecks Bombardierung der saudischen Polizisten, die
eklatant gegen die allgemeinen hochheiligen Menschenrechte verstoßen und einen gewünschten Demokratisierungsprozeß gewaltsam verhindern.
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Zauberkiste schrieb:
am 17. Juni 2011 um 17:57:27
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Frau am Steuer
Ich freue mich schon auf die Islamisierung unseres Landes. Endlich keine Frauen mehr auf der Autobahn, die mit 110 die linke
Spur blockieren. Endlich keine Parkrempler und Dellen mehr, wenn man in der Stadt geparkt hat. Endlich keine Frau mehr, die an der Ampel vor einem steht und vor lauter Schminken die Grünphase übersieht :D
PS: Wer die Ironie findet, darf sie behalten :D
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Renate schrieb:
am 17. Juni 2011 um 16:20:43
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Na endlich
Na endlich wachen auch die saudi-arabischen Frauen auf und sich im 21. Jahrhundert angekommen. Weiter so!!
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