
12.12.2011, 15:21 Uhr
Die Grafik zeigt die ersten beiden Satelliten des europäischen Navigationssystems Galileo (Quelle: dpa)
Die 29 für Raumfahrt zuständigen Minister der ESA und der EU haben bei der jüngsten Tagung des Weltraumrates in Brüssel die Wichtigkeit von Weltraumsystemen für die Sicherheit hervorgehoben. Sie wiesen auf die Rolle von Satellitensystemen - insbesondere Galileo, EGNOS und GMES - als Rückgrat verbesserter europäischer Notfallmechanismen hin.
Einige Dienste der Globalen Umwelt- und Sicherheitsüberwachung (GMES) stehen bereits zur Verfügung. Die Minister der EU- und der ESA-Mitgliedstaaten forderten die Europäische Kommission nachdrücklich auf, den Übergang zur vollen Betriebsphase, die für 2014 geplant ist, als Unterstützung der externen Maßnahmen der EU zu beschleunigen.
Das Beobachtungssystem GMES sei für die EU eine Priorität, betonten die Minister. GMES wird Hand in Hand mit dem hochpräzisen europäischen Satellitennavigationssystems Galileo arbeiten. Die Kommunikation über Satelliten stelle in jedem Krisenmanagementfall eine Schlüsselkapazität dar, insbesondere wenn Bodeninfrastrukturen beschädigt oder zerstört wurden.
Neben ihrem Appell an die Europäische Kommission, die optimale Nutzung weltraumgestützter Lösungen bei der Koordinierung des Zivilschutzes in Europa zu gewährleisten, widmeten die Minister ihre Aufmerksamkeit auch der Notwendigkeit, die Satelliten zu schützen.
Sie brachten aber auch ihre Sorge über die Gefahren zum Ausdruck, denen die Satelliten ausgesetzt sind - zum Beispiel Weltraumwetter und Weltraummüll. Von dem sogenannten Weltraumschrott ist regelmäßig auch die internationale Raumstation ISS bedroht.
Die Raumstation ist das größte künstliche Objekt im Weltraum. Sie fliegt mit durchschnittlich 27.700 Kilometern pro Stunde um die Erde. Forscher experimentieren im ISS-Labor in den Bereichen Biowissenschaften bis Technologieentwicklung.
Quelle: t-online.de , Esa
Achim schrieb:
am 7. Dezember 2011 um 19:36:25
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Galileo
Ich habe in den Zeiten des kalten Krieges gelebt. Deshalb war es mir schon immer unverständlich, dass auch sicherheitsrelevante
Technologien in Deutschland (z. B. im Verkehr) ein militärisches System nutzen, welches der Betreiber nach Gutdünken abschalten kann: Ich hoffe, dass Galileo auch unempfindlich gegen äußere Beeinflussung ist. Das wird aber nicht nur Kosten für die Umstellung bedeuten, sondern auch solche für die Nutzung (Sie haben doch einen Navigator im Auto)?
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