Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Specials > ESA-Space-Channel >

Satellit "Rosat" in Erdatmosphäre eingetreten

...

Satellit "Rosat" in Erdatmosphäre eingetreten

23.10.2011, 08:57 Uhr

Einst ein Mega-Star am Himmel: der Satellit Rosat (Quelle: dpa)

Einst ein Mega-Star am Himmel: der Satellit Rosat (Quelle: dpa)

"Rosat" ist am frühen Sonntagmorgen wieder in die Erdatmosphäre eingetreten. Der knapp 2,5 Tonnen schwere deutsche Forschungssatellit sei zwischen 3.45 und 4.15 in die Atmosphäre gelangt, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln mit.

Die Experten gehen davon aus, dass nur ein Teil des Satelliten beim Wiedereintritt in die Atmosphäre durch Reibungshitze verglühte. Rund 30 Einzelteile mit einer Gesamtmasse von 1,7 Tonnen könnten demnach mit 400 Kilometern pro Stunde auf die Erdoberfläche treffen. Statistisch am wahrscheinlichsten ist, dass die Satellitentrümmer auf unbewohntem Gebiet niedergehen oder ins Meer stürzten.

Kein Absturz über Europa

Noch ist unklar, über welchem Abschnitt der Erde "Rosat" niederging. Dazu müssen noch die Messergebnisse ausgewertet werden. Das DLR hatte am Sonntag einen Absturz über Europa, Afrika und Australien ausgeschlossen.

Experten hatten zuvor schon erklärt, dass sie kein Unheil durch den Satelliten erwarteten, auch wenn nicht alle Teile bei dem rasanten Sturz durch die Atmosphäre verglühen. Die Wahrscheinlichkeit eines größeren Schadens wird als äußerst gering eingeschätzt.

Während seiner im Juni 1990 gestarteten Mission hatte Rosat die Erde zunächst auf einer elliptischen Umlaufbahn in 565 bis 585 Kilometern Entfernung umrundet. Seit dem Missionsende im Jahr 1999 verlor der Satellit aber durch die Reibung mit der Erdatmosphäre kontinuierlich an Höhe - Anfang September 2011 betrug sein Abstand zur Erde nur noch etwa 290 Kilometer. Gesteuert werden kann Rosat nicht, der Satellit hat kein Triebwerk an Bord.

Müllhalde im Orbit

Der Weltraum ist voll mit Müll, dauernd treten Trümmer in die Atmosphäre ein. Allein 2010 kam es 400 Mal dazu, auch Satelliten waren darunter. Aber kein Mensch kam je ernsthaft zu Schaden, sagen die Fachleute. "So es denn nötig sein sollte", werde man aber schnell eine Bürger-Hotline einrichten, ergänzt Ursula Fuchs vom Amt für Katastrophenschutz.

Gerade erst im September hatte der tonnenschwere Satellit UARS für Aufregung gesorgt, war dann aber folgenlos im Pazifik abgetaucht. Würde jedoch nun ein größeres "Rosat"-Fragment mit 400 Kilometern pro Stunde auf den Erdboden einschlagen, müsste man auf jeden Fall mit einem Krater von mehreren Metern Durchmessern rechnen, prognostiziert Wörner. Darin seien möglicherweise "Rosat"-Klumpen zu finden, diese seien zwar ungiftig - ein Finder sollte sich aber dennoch hüten: "Er darf sie nicht behalten. Das ist Eigentum Deutschlands. Und er soll auch nichts anfassen."

"Rosat" arbeitete viel länger als erwartet

Die deutsch-britisch-amerikanische "Rosat"-Mission war ein leuchtender Stern für die Astronomie. Als der knapp 2,5 Tonnen schwere Satellit 1990 von Florida aus ins All startete, konnten die Forscher erstmals den gesamten Himmel mit einem abbildenden Teleskop auf Quellen von Röntgenstrahlen absuchen. "'Rosat' war ein unglaublich erfolgreicher Satellit", lobt Wörner.

Fakten zum Forschungssatelliten Rosat (Quelle: dpa) Fakten zum Forschungssatelliten Rosat (Quelle: dpa)Der Satellit lieferte die ersten Röntgenbilder vom Mond, fing Röntgenstrahlen von Kometen ein, beobachtete Neutronensterne und Galaxien, entdeckte Schwarze Löcher und Überreste von Supernova-Explosionen. "Rosat" übertraf alle Erwartungen. Die Mission trug dazu bei, unser Universum besser zu verstehen. 4000 Forscher aus 24 Ländern nutzten "Rosat". Das damals größte Röntgenteleskop sollte 18 Monate arbeiten, hielt aber bis Februar 1999 durch. Dann fielen die Messinstrumente aus, und der Satellit wurde abgeschaltet, sagt Radioastronom Roland Gräve.


Quelle: AFP , dpa

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Satellit "Rosat" in Erdatmosphäre eingetreten" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Satellit "Rosat" in Erdatmosphäre eingetreten" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (30)

zum Forum

Thema: "Satellit "Rosat" in Erdatmosphäre eingetreten"

johannes von patmos schrieb: am 23. Oktober 2011 um 12:30:07
(5) (6) @otto
wenn du es so nennen willst dann bin ich ein einzelsektler. streng genommen sind alle kirche sekten, die pharisäer haben christus auch
einen sektierer genannt. ich bekenne mich ohne einer institution anzugehören zu christus. du brauchst dich nicht beeindrucken zu lassen, aber wenn von 100 schafen 1 gerettet werden kann dann würde mich das sehr freuen. das ist alles! friede sei mit dir.
mehr Kommentar melden

Idee schrieb: am 23. Oktober 2011 um 12:25:55
(4) (3) Rosat
Es gibt soviele outgesourcte ehemals kommunale Entsorgungsunternehmen, die sich nun gegenseitig die kommunalen Aufträge
"wegschnappen". Kann man nicht die Entsorgung von Weltraummüll europaweit ausschreiben. Ein paar Kröten Fördermittel werden sich ja dafür locker machen lassen
mehr Kommentar melden

rene01 schrieb: am 23. Oktober 2011 um 12:21:21
(7) (0) Zum Rosat
Tja, obengeblieben ist halt noch keiner, irgendwann kommt auch ein Bummerang wieder zurück wenn ihm nichts im Wege steht.

Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Shopping

Einkaufswelt
14,95 €-Gutschein sichern
Gutschein-Aktion bei KLiNGEL.de

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de

Einkaufswelt
Exklusiver Herren-Sale
Exklusiver Daniel Hechter-SALE

Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr

Einkaufswelt
Passform-Mode für Damen
Premium-Mode mit perfekter Passform - von RAPHAELA by BRAX

Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special

Einkaufswelt
Perfekte Hosen für Damen
Die neuen Trends von AtelierGS

Entdecken Sie jetzt die modischen Hosen der Saison – in exzellenter Passform! von AtelierGS


Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

Historische Traktoren
Agrar Simulator: Historische Landmaschinen (Quelle: Koch Media)

Landmaschinen der 50er bis 70er Jahre fahren. Spiel jetzt kaufen

Badeurlaub in Kroatien ab 572,- €/P.
Last Minute bei t-online.de Reisen (Quelle: t-online.de)

1 Woche im 4-Sterne- Hotel mit AI und Flug.


Aus anderen Bereichen

'Wir sollten jetzt nicht nach Ausreden suchen'
Die deutsche Abwehr wirkt beim Testspiel in der Schweiz meist sehr konfus. (Quelle: imago)

Kein deutscher Abwehr- spieler überzeugt. mehr

Großbrand wütet in Coburger Altstadt
Historische Häuser in Coburgs Altstadt stehen in Flammen (Quelle: dapd)

Historischer Stadtkern steht in Flammen. mehr


Anzeigen

Anzeige
Anzeige
Einkaufswelt
Die neuen Kurzarmhemden
Die neuen Kurzarmhemden von Esprit

Lässige Frühjahrshemden im zeitlosen Karo-Muster. mehr

Special
Die neuen Kriege
US-Soldaten beim Einsatz in Afghanistan (Quelle: Reuters)

Moderne Kriegsführung und moderne Waffen. mehr

Special
Islamische Welt in Aufruhr
Massenproteste im Maghreb: Die arabische Welt ist in Aufruhr (Foto: Reuters)

Aktuelles, Hintergründe, Analysen aus den Krisengebieten. mehr

Augenblicke
Fotos des Tages
Ein verletzter Bulle rächt sich an einem mexikanischen Matador und wirft ihn in die Luft. (Quelle: Reuters\Olivier Anrigo )

Tierische Rache an einem Matador. mehr

Regionale Nachrichten
News aus Ihrer Region
Nachrichten aus Ihrer Region (Foto: imago)

Aktuelle Meldungen aus den Bundesländern. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Quiz
Rätseln Sie sich schlau!
(Montage: t-online.de)

Quiz bei t-online.de: Testen Sie Ihr Wissen. zur Quiz-Seite

Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige