
30.01.2012, 09:42 Uhr
Der Absturz des deutschen Forschungssatelliten "Rosat" im Oktober 2011 verlief gefährlicher als bisher bekannt. Nach "Spiegel"-Informationen hätten die Überreste des 2,5 Tonnen schweren Satelliten die chinesische Hauptstadt Peking getroffen, wäre er sieben bis zehn Minuten später abgestürzt.
"Peking lag exakt auf der Absturzbahn von 'Rosat'", sagt Manfred Warhaut, Bereichsleiter Missionsbetrieb im Europäischen Raumfahrtkontrollzentrum in Darmstadt. Ein Aufprall in der chinesischen Hauptstadt sei "absolut im Bereich des Möglichen" gewesen, so Heiner Klinkrad, Leiter des Büros für Weltraumrückstände der europäischen Weltraumagentur ESA.
In der Nacht zum 23. Oktober war "Rosat" in den Golf von Bengalen gestürzt. "Unsere Berechnungen haben ergeben, dass es genau Peking getroffen hätte, wenn 'Rosat' sieben bis zehn Minuten später abgestürzt wäre", sagt Klinkrad. Ein solcher Absturz hätte für Deutschland teuer werden können. Einer internationalen Übereinkunft zufolge haftet für alle Schäden, wer Satelliten in den Orbit schießt.
"Rosat" war 1990 in Betrieb genommen worden und diente fast neun Jahre lang der Erforschung des Kosmos. Mit einem Teleskop wurde der Himmel auf Quellen von Röntgenstrahlen abgesucht. Von der Erde aus ist dies nicht möglich, da die Erdatmosphäre Röntgenstrahlen absorbiert.
Trotz Widerständen aus den USA will die Bundesregierung im Bereich der Raumfahrt eng mit China kooperieren. "Die Chinesen haben große Ambitionen und verfügen über so riesige Mittel, dass wir in Bereichen wie der bemannten Raumfahrt gar nicht mithalten können", sagt Peter Hintze, der Raumfahrtbeauftragte der Bundesregierung, dem Spiegel. Die Konsequenz müsse sein, "die Kooperation zu suchen".
Während die Amerikaner es ablehnen, China Zugang zur Internationalen Raumstation ISS zu gewähren, sieht Hintze dies als sinnvoll an. Bei der wissenschaftlichen Erkundung des Mondes und des Sonnensystems sei die chinesische Raumfahrtoffensive "eine Bereicherung", sagte er. Hintze würde die Chinesen am liebsten auch für eine Zusammenarbeit beim Navigationssystem Galileo gewinnen
Im Gegensatz zu Deutschland sind die USA sehr auf Abgrenzung zur neuen Weltraummacht China bedacht. "Wir sollten nicht in die gefährliche Rhetorik eines neuen Kalten Kriegs im Weltraum verfallen", warnt der Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Johann-Dietrich Wörner.
Willy schrieb:
am 29. Januar 2012 um 19:07:36
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Satellit
Knapp vorbei würd ich mal sagen:D
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Der Kommentarleser schrieb:
am 29. Januar 2012 um 19:06:19
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Ich finds lustig was hier so geschrieben wird
manche Leute haben entweder den Bericht nicht gelesen,oder es sind einfach nur Hohlbirnen die
ihren Sabber nur loswerden wollen. Da wird von einem Satellitenabsturz berichtet,und Kommentare über Autos und Politik abgelassen . Total bescheuert manche Leute hier
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Johannes von Patmos schrieb:
am 29. Januar 2012 um 18:59:42
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Die Frage ist doch, wird es nur bei
Satellitenabstürzen bleiben, oder wird es bald bei uns auf der Erde schon kräftig rumsen.
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