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Sarrazin vergleicht Merkel mit der Inquisition

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Sarrazin vergleicht Merkel mit der Inquisition

02.01.2011, 18:34 Uhr

Thilo Sarrazin sorgte im Jahr 2010 für viel Wirbel (Foto: dpa)

Thilo Sarrazin sorgte im Jahr 2010 für viel Wirbel (Foto: dpa)

Der nach seinen provokativen Thesen zur Integration von Ausländern aus dem Vorstand der Bundesbank ausgeschiedene Thilo Sarrazin hat zum Jahresende mit seinen Kritikern abgerechnet. In einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schrieb er vom "Hass aus der politischen Klasse und einem Teil der Medien" ihm gegenüber.

In der Politik und vielen Medien sei sein Buch "feindlich" aufgenommen worden. Sarrazin konstatierte eine "beispiellose Medienkampagne" mit "verleumderischen Zügen. Er selbst erfahre fast nur Zustimmung für sein Buch. "99 Prozent aller für mich wahrnehmbaren Reaktionen sind positiv."

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"Verachtung sitzt tief"

"Die Bundeskanzlerin eröffnete den Reigen und setzte mein Buch auf den Index, so wie es früher die Heilige Inquisition tat, indem sie erklärte, das Buch sei "nicht hilfreich" und sie werde es auch nicht lesen", schrieb Sarrazin. "An die Stelle des Scheiterhaufens trat nach ihrer Planung die Verbannung aus der Bundesbank, dazu forderte sie Präsident (Axel) Weber öffentlich auf. Der frisch gewählte Bundespräsident (Christian Wulff) stolperte eilfertig hinterher und bot seine Hilfe bei meiner Entlassung an, ohne vorher den Rechtsrat seiner Beamten einzuholen." Sarrazin weiter: "Mit ein bisschen Michael Kohlhaas im Blut hätte ich eine Staatskrise herbeiführen können."

Nur kurze Zeit sei er zornig über die Kritiker in Politik und Medien gewesen, die ihn verurteilten, ohne das mittlerweile 1,2 Millionen mal verkaufte Buch "Deutschland schafft sich ab" überhaupt gelesen zu haben. "Stattdessen machte sich Verachtung in mir breit. Diese Verachtung sitzt mittlerweile tief", sagte der frühere SPD-Politiker und Berliner Finanzsenator, gegen den mittlerweile ein Parteiausschluss-Verfahren läuft.


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Quelle: dpa

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