17.12.2010, 09:57 Uhr
Thilo Sarrazin: Seine Abschaffungsthesen haben ihn reich gemacht (Foto: dpa)
Thilo Sarrazin ist durch den Verkauf seines umstrittenen Buches "Deutschland schafft sich ab" bereits mehrfacher Millionär geworden. Was er mit dem Geld machen wird, verriet der frühere Berliner Finanzsenator als erster Gast in der neuen Late-Night-Show mit Benjamin von Stuckrad-Barre im digitalen Fernsehsender ZDFneo jedoch nicht.
Als sein Gastgeber seine Einnahmen aus dem bereits 1,2 Millionen Mal nur in Deutschland verkauften Buch auf rund drei Millionen Euro schätzte, deutete Sarrazin an, dass er wohl etwas besser verhandelt habe als von Stuckrad-Barre angenommen. Der plötzliche Reichtum habe aber sein Leben nicht verändert, antwortete Sarrazin in der ihm eigenen völlig regungslosen Art.
Auch seine Frau frage ihn immer, was er denn nun mit dem ganzen Geld machen wolle. "Ich sage immer: Das kommt aufs Konto, und dann warten wir mal in Ruhe ab", so der 65-Jährige, der wegen der heftigen Debatte um seine integrationspolitischen Thesen nach nur gut einem Jahr aus dem Vorstand der Bundesbank ausgeschieden ist. Schließlich müsse er auf seine Einnahmen noch Steuern zahlen.
Sarrazin gestand ein, dass er sich in den sieben Jahren als Finanzsenator ständig öffentlich "wie kein anderer Politiker in Berlin" in politische Fragen eingemischt habe, "die mich nichts angingen". Dabei habe er - trotz seines grundsätzlich guten Verhältnisses zum Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) "mehr als einmal meinen Fast-Rauswurf aus dem Amt riskiert".
Zur Frage, warum er seine Thesen zur angeblichen Integrationsunwilligkeit muslimischer Zuwanderer und ihrer Gefahr für Deutschland erst nach seiner Zeit als aktiver Politiker veröffentlicht habe, sagte Sarrazin, er habe als Finanzsenator eine andere Aufgabe gehabt. Berlins Haushalt zu konsolidieren, sei vorgegangen. Nach dem Erfolg seines ersten Bestsellers werde er dennoch kein Buch über die Bundesbank schreiben: "Das wäre ein bisschen zu langweilig."
Quelle: dpa
Udo schrieb:
am 17. Dezember 2010 um 19:17:12
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Sarrazin
Glückwunsch Herr Sarrazin,ich gönne ihnen den Erfolg.Der Literaturpreis,das wäre noch das Sahnehäubchen !Ihr Buch hat bei mir
einen Ehrenplatz im Bücherschrank,gleich neben den den Büchern von den Herr DR. Helmut Kohl.
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Analytiker schrieb:
am 17. Dezember 2010 um 18:59:23
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@jupiter 3674
Hi Jupiter - wie wäre es, mal zu überlegen, daß 'Klassen'kampf-Vokabular an sich schon disqualifiziert ?! Ich mag Sarrazins
Aussagen in ihrem Gesamtumfang auch nicht unbedingt, aber dennoch hat er in der Essenz nicht unrecht. JA, es gibt genetische Untersch. zwschen den 7 Mrd Menschen. JA, es gibt auch genetisch bedingte Unterschiede im indiv. Können. ABER viele Schwächen (oder auch mal Stärken) von Volkswirtschaften lassen sich auf histor. oder kultur. Ursachen zurückführen - und dann stimmts
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Jupiter3674 schrieb:
am 17. Dezember 2010 um 18:57:52
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@Querdenker
Über Genetik weiss Herr Sarrazin in etwa so viel wie Guido Westerwelle über spätrömische Dekadenz oder George Bush junior
über die Evolution der Menschheit. Er hat einfach irgendwelche Thesen, Zahlen, Tabellen u.Statistiken abgeschrieben, die in sein veraltetes Weltbild passen u. dabei vergessen, den Lesern mitzuteilen, dass es zu all dem auch ganz andere Thesen, Zahlen, Tabellen u.Statistiken gibt. Und von Integration versteht Sarrazin leider nicht viel mehr, als von Genetik u.anderen Kulturen.
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