01.04.2010, 09:02 Uhr | dpa
Der Stasi-Beauftragte von Sachsen-Anhalt, Gerhard Ruden, ist zurückgetreten (Foto: ddp)
Den Stasi-Beauftragten von Sachsen-Anhalt, Gerhard Ruden, hat nun selbst der lange Schatten der DDR-Staatssicherheit eingeholt. Am Mittwoch trat der 63-Jährige zurück, weil er vor rund 40 Jahren in einem Stasi-Verhör einen Schulfreund angeschwärzt hatte. Der Fall war erst wenige Stunden zuvor bekanntgeworden.
Der Bekannte war im April 1969 zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ruden räumte ein, dass der Mann wegen seiner Aussage womöglich "ein halbes Jahr zusätzlich" bekommen habe. Er habe dem Bekannten, der wegen versuchter Republikflucht verurteilt wurde, unter anderem "Uneinsichtigkeit gegenüber Maßnahmen der DDR" bescheinigt.
"Unter demokratischen Umständen hätte ich das nicht sagen dürfen, aber die Umstände waren andere", sagte Ruden. "Um den Opfern (der SED-Diktatur) auch weiterhin gerade ins Gesicht schauen zu können, stelle ich mein Amt zur Verfügung", sagte Ruden dem MDR-Fernsehmagazin Sachsen-Anhalt.
Zuvor hatte der 63-Jährige aus allen Parteien heftige Kritik auf sich gezogen. "Es ist unglaublich, mit welcher Kaltschnäuzigkeit und Ignoranz Herr Ruden über diese Angelegenheit hinweggeht", sagte SPD- Landeschefin Katrin Budde. Auch Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) äußerte sich kritisch. Rudens damaliges Verhalten sei in Verbindung mit seinem Amt "schwer zu verdauen".
Seine Aussagen von 1968, über die die "Magdeburger Volksstimme" ausführlich berichtete, bezeichnete Ruden als "peinlich" und "belastend". Er habe das Protokoll aber unterschrieben, "weil es nicht ganz unwahr war, was da drinsteht", sagte Ruden. Ruden war 2002 für die CDU in den Landtag eingezogen, ehe das Parlament ihn 2005 zum Stasi-Beauftragten wählte. Seine fünfjährige Amtszeit wäre regulär im Juni zu Ende gegangen.
Quelle: dpa
Meimeinung schrieb:
am 1. April 2010 um 13:40:26
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Stasi Ruden
So ist das eben wenn der Bock zum Gärtner gemacht wird, wieviele es wohl davon noch gibt ! Wäre schön zuwissen, wird man aber
nicht erfahren. Wenn unsere Kanzlerin das erfährt wird Sie sich sicherlich sehr grämen.
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Otto schrieb:
am 1. April 2010 um 12:46:37
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Stasiskandale
Schaut euch z.B. i Brandenburgs Amtsstuben um wer noch dort arbeitet bzw.
gut und sicher pensioniert wird. Heute teils mit
Scientologi-Leuten verkehrt bzw. Bauunternehmen die immer den Zuschlag bekommen. Nur mal umsehen. Das und mehr gibt es auch im Westen beim ausspionieren von Arbeitern in Großmärkten usw. Zielrichtung sollte sein Bürokratieabbau zum Wohle der Menschen an entscheidenden Stellen. Dann gibt es wieder Glaubwürdigkeit.
Veracht. d. Armen dürfte nicht geeignet sein.
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tucki schrieb:
am 1. April 2010 um 11:38:59
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stasi ruden
wenn interessiert dieses thema noch!??das thema stasi kostet dem dt.steuerzahler jährlich zig millionen euro und "beschäftigt"
leute...die aufgewendeten mittel kann man sinnvoller einsetzen- z.b. die "winterlöcher" auf deutschlands strassen stopfen
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