07.09.2010, 16:42 Uhr | DDP
Saarbrücken (dapd-rps). Die saarländische Landesregierung will den Kommunen künftig größere Spielräume beim Bau von Windkraftanlagen einräumen. Künftig soll dies auch außerhalb der ausgewiesenen Vorrangflächen möglich sein, sagte Umweltministerin Simone Peter (Grüne) am Dienstag in Saarbrücken. Dazu soll der Landesentwicklungsplan (LEP) geändert werden.
Die Kommunen bekämen so größere Spielräume bei der Standortsuche und Planung von Windenergieanlagen. Die Kapazitäten der im Entwicklungsplan von 2004 ausgewiesenen Vorrangflächen seien inzwischen ausgeschöpft, betonte die Ministerin. Gleichzeitig steige das Interesse der Kommunen an erneuerbaren Energien.
Die Gesetzesänderung sei Teil der Bestrebung der Landesregierung, den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen, sagte Peter. Derzeit belegt das Saarland mit lediglich vier Prozent den letzten Platz unter den Bundesländern.
Bis zum April 2010 sind nach Angaben des Ministeriums 80 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 112 Megawatt genehmigt worden, 19 Anlagen befänden sich im laufenden Genehmigungsverfahren, 18 weitere würde derzeit geplant. Die geplante Gesetzesänderung soll nach einer entsprechenden Anhörung Anfang nächsten Jahres im Landtag eingebracht und bis April 2011 beschlossen werden.
dapd
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