13.08.2010, 12:33 Uhr
Feuerwehrmänner kämpfen rund um die Uhr gegen mehr als 500 Brände in Russland. (Foto: Reuters)
Trotz des Einsatzes Zehntausender russischerRettungskräfte und ausländischer Hilfe breiten sich die Waldbrände in Russland weiter aus. In der Region Nischni Nowgorod steuert das Feuer immer gefährlicher auf die russische Atomforschungsanlage von Sarow zu.
"Ein Feuer, das östlich des Naturschutzgebiets nach einem Blitzeinschlag in eine Kiefer ausgebrochen war, hat sich vergrößert und ist mittlerweile eine Gefahr", erklärte der Chef des Katastrophenschutzes der Region Mordwinien, Wjatscheslaw Kormilizyn. Die Rettungskräfte seien angewiesen worden, rund um die Uhr zu arbeiten, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace warnte vor verheerenden Atomunfällen infolge der Waldbrände. Durch Flammen, Hitze und Rauch könnten Hochspannungsleitungen zerstört werden oder Notstromgeneratoren ausfallen. Dadurch würden die Reaktoren der Atomanlagen nicht mehr wie notwendig gekühlt.
Zudem verzeichnet die nationale Waldschutzbehörde wieder mehr Brände. Während es am Vortag noch 545 Brände waren, zählt die Behört nun 611 Feuer. Das Zivilschutzministerium berichtete, dass sich die Brandfläche jedoch um mehr als 15.000 Hektar verringert habe. Der Leiter des nationalen Krisenzentrums, Wladimir Stepanow, sprach nach Angaben der Agentur Interfax von einem positiven Trend.
Am Donnerstag wüteten die Brände noch auf einer Fläche von rund 80.000 Hektar und zerstörten laut Regierung bisher ein Viertel der Getreideernte.
Indessen wächst die Kritik am Krisenmanagement der Regierung, die noch immer keine aktuellen Opferbilanzen veröffentlichte. Die Moskauer Behörden erklärten zwar, im Juli habe es rund 5000 Tote mehr gegeben als im Vorjahreszeitraum, die Regierung wollte diese Zahlen aber nicht kommentieren.
Die Nachrichtenagentur Interfax zitierte mehrere Ärzte mit den Worten, sie hätten Anweisung bekommen, "Hitzschlag" nicht mehr als Todesursache anzugeben. Die Polizei löste am Donnerstag zudem eine Demonstration von mehreren dutzend Menschen gegen den Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow auf, der ebenfalls für sein Krisenmanagement kritisiert wird.
Unterdessen freuten sich die Menschen in Moskau über Abkühlung. In der Nacht regnete es stellenweise kräftig. Von dem dichten Smog, der Moskau mehrere Tage lang eingehüllt und bei Bewohnern zu Atemnot und Hustenanfällen geführt hatte, war am Freitag kaum noch etwas zu spüren. Wetterexperten zufolge könnte der Wind aber wieder drehen und im Laufe des Tages erneut Smog in die Stadt treiben.
Quelle: dpa , AFP
sven schrieb:
am 13. August 2010 um 17:44:55
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hilfsgüter
wieso schickt die regierung eigentlich nur so kleine sachen wie gasmasken schläuche und pumpen ??? warum schicken die nich mal
was sinnvolles wie die italianer die löschflugzeuge deutschland sollte lieber ma ein paar löschwagen losschicken davon haben die russen glaub ich mehr als von atem masken und erzählt mir nich deutschland hätte selbst nich genug oder nur schlechte fahrzeuge dann sollen die ma die russen ankucken die haben fahrzeuge aus der ehemaligen UDSSR
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helen schrieb:
am 13. August 2010 um 17:20:10
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glasnost
gehts noch absurder. wahrscheinlich hat die linke den brand gelegt. unfassbar dieser kommentar
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Horst schrieb:
am 13. August 2010 um 15:32:32
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Noch keine Zahlen?
Der Krisenstab hat für die sabbernden Spanner noch nicht die Zahlen der Opfer bekannt gegeben. Das ist wirklich eine
Frechheit. Sie könnten doch wirklich mal diese Zahlen nennen un dazu ein paar Bilder von qualvoll verbrannten oder erstickten Menschen zeigen. Sauerei, so was...... //Sarkasmus aus// Die haben die Feuer noch nicht im Griff und die Menschen wollen Zahlen sehen. Wollen wir das wirklich? Bevor alles vorbei ist? Was sind Zahlen?
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